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Geldern
Tourismusbranche setzt auf regionale Zusammenarbeit

Geldern. Die Niederrheinische Industrie- und Handelkammer befragte 132 Unternehmen. Geschäftsleute und Radler werden als Kunden immer wichtiger.

Im Geschäfts- und Radtourismus sehen Unternehmen der Tourismusbranche die wichtigsten Zukunftsmärkte für den Niederrhein. Das ist ein Ergebnis einer Unternehmerumfrage der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve und der IHK Mittlerer Niederrhein. Die steigenden Übernachtungszahlen zeigen, dass der Tourismus ein wachsender und zunehmend wichtiger Wirtschaftszweig für die Region ist, so die IHK. Allerdings bestehe im Vergleich zu anderen Tourismusregionen in NRW Nachholbedarf. Bei der Zahl der Übernachtungen pro 1000 Einwohner landet der Niederrhein im Landesvergleich auf dem vorletzten Platz.

Befragt wurden Beherbergungsbetriebe, Gastronomen sowie Freizeit- und Tourismusanbieter in den Kreisen Wesel, Kleve, Viersen und Neuss sowie den Städten Duisburg, Mönchengladbach und Krefeld. 132 Unternehmen aus der Tourismusbranche beteiligten sich an der Umfrage, die insgesamt 4200 Betten und 9800 Sitzplätze im Gastronomiebereich zur Verfügung stellen.

Um den Niederrhein künftig prominenter zu präsentieren, wünschen sich die befragten Unternehmen eine stärkere Zusammenarbeit aller Akteure. Durchschnittlich 61 Prozent sind mit der Vermarktung der eigenen Kommune zufrieden; allerdings sehen 81 Prozent größere Erfolgschancen, wenn die Kommunen die Tourismusregion Niederrhein gemeinsam bewerben. "Das kann für mehr Schlagkraft und eine größere Reichweite sorgen, zum Beispiel bei Tourismusmessen und bei der Imagewerbung", erläutert Michael Rüscher, Geschäftsführer der Niederrheinischen IHK.

Während die Unternehmen in den Städten Duisburg, Mönchengladbach, Krefeld und dem Rhein-Kreis-Neuss auf den Geschäfts-, Städte- und Kulturtourismus setzen, sind es in den Kreisen Wesel, Kleve und Viersen der Rad-, Geschäfts- und Naturtourismus, der die Gäste an den Niederrhein lockt. In einem Werkstattgespräch mit Vertretern der Städte und Gemeinden sowie der IHK wurde deutlich: Alle Beteiligten sind sich einig, dass die Tourismusbranche in der Region durch ein gemeinsames, abgestimmtes Marketing stärker profitiere. Im Juni treffen sich die Beteiligten zu einem weiteren Gespräch.

Quelle: RP
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