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Wachtendonk
Tschüss, Mr. Wachtendonk !

Wachtendonk. Fast 24 Jahre war Udo Rosenkranz Bürgermeister in der Niersgemeinde, davon 18 Jahre hauptamtlich. Ein Rückblick auf einige wichtige Stationen im Leben des gebürtigen Krefelders, der seit heute den Ruhestand genießt. Von Michael Klatt

Für vieles fehlte Udo Rosenkranz in seinen Jahren als Polizei- und Kriminalbeamter und während der daran anschließenden Tätigkeit als ehren -und hauptamtlicher Bürgermeister von Wachtendonk die Zeit. Deshalb weiß der 64-Jährige auch genau, wo er in der Zeit "danach" seine Schwerpunkte setzt. Er will sich mehr seiner Frau Irmgard und seinen Enkeln Linus und Luisa widmen, verrät er auf seiner Homepage. Und natürlich wird er mehr Freiraum haben für seine Hobbys wie zum Beispiel Radfahren und Fotografie sowie für ausgedehnte Touren mit dem Wohnmobil. Es folgt eine Auswahl der Tätigkeiten und Ereignisse, die ihm in den vergangenen fast 24 Jahren einiges an Privatleben "raubten".

1. Am 2. April 1992 trat Udo Rosenkranz mit 41 Jahren als jüngster Bürgermeister des Kreises Kleve das Amt des ehrenamtlich tätigen Bürgermeisters als Nachfolger von Peter Siemes an. Gemeindedirektor Hans Fuchs gratulierte ihm. Als Nachfolger von Fuchs wurde Rosenkranz am 1. September 1997 hauptamtlicher Verwaltungs-Chef.

2. Das Engagement von Udo Rosenkranz für die jungen Mitbürger in der Gemeinde zeigte sich schon früh. Er regte die Wahlen zum Kinder- und Jugendparlament an. Das Bild zeigt ihn bei einer Zusammenkunft des Gremiums 1994.

3. Auch auf die Initiative von Udo Rosenkranz wurden ab 1993 Neujahrsempfänge gegeben. Die Veranstaltungen dienen bis heute dem Rückblick auf das vergangene Jahr, der Vorausschau auf wichtige Entwicklungen in der Gemeinde und der Ehrung verdienter Mitbürger. Auch dabei zeigte sich immer wieder eine besonders gerühmte Eigenschaft des Bürgermeisters: Er hat für jeden ein offenes Ohr - und manchmal leiht er, wie hier Bernhard Hinz (SPD), jemandem sein Mikrofon.

4. Sportlich ist Udo Rosenkranz in mancher Hinsicht. Er legt auf dem Fahrrad lange Strecken zurück. Etwas gemütlicher lässt er es bei den Bürgermeister-Radtouren angehen. Und dass er Kondition hat, zeigt er auch als Langstreckler zu Fuß, wie hier beim Stadtlauf 2007.

5. Erneuerbare Energien sind ein wichtiges Thema, um das sich Bürgermeister Udo Rosenkranz kümmerte. Das Foto zeigt ihn in 80 Metern Höhe auf einer der acht Windkraftanlagen, die auf Wachtendonker Gemeindegebiet stehen.

6. Viel zu feiern hatte Udo Rosenkranz gemeinsam mit den Bürgern 2004. Es gab ein Doppeljubiläum: 650 Jahre Stadtnennung Wachtendonk und 725 Jahre Wankumer Landfrieden. Da versetzten viele Akteure die Gemeinde bei zahlreichen Gelegenheiten ins Mittelalter. Auch der Bürgermeister und seine Frau Irmgard kleideten sich entsprechend.

7. "Anlage im Wasser" lautet die offizielle Bezeichnung für die Wachtendonker Niersfähre. Die Abkürzung ist "AiWa". Im November 2012 wurde das Fahrzeug offiziell in Betrieb genommen.

8. Die demografische Entwicklung mit immer mehr alten Menschen macht auch vor Wachtendonk nicht Halt. 2009 wurde der Grundstein für die Seniorenresidenz gelegt.

9. Als Chef der Gemeindeverwaltung sorgte sich Rosenkranz unter anderem auch um die Entwicklung des Handels in der Gemeinde. Im Februar 2013 übernahm er die Leitung des Werberings, der sich in der Folge umbenennt in "Wir in Wachtendonk", um nicht zuletzt ein wachsendes Wir-Gefühl zum Ausdruck zu bringen.

10. Ein historisches Datum ist der 1. Juli 2014. Wachtendonks letzter Schulden-Euro wurde zur Bank gerollt. Mit diesem Tag war die Gemeinde aus den roten Zahlen heraus. Mitte der 1990er stand sie noch mit mehr als drei Millionen Euro im Minus.

Quelle: RP
 
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