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Geldern
Turnhallen geschlossen: Jetzt sind es sieben

Geldern. Zwei weitere Sportstätten haben die Prüfung durch die Dekra nicht bestanden.

Auch die Zweifach-Turnhalle an der Geschwister-Scholl-Hauptschule und die kleinere Einfach-Halle an der Sekundarschule in Geldern bleiben vorerst zu. Die Deckenkonstruktionen sind nicht sicher. So lautet das gestrige Urteil der Dekra-Prüfer. Damit sind nun insgesamt sieben Hallen in Geldern geschlossen.

Die gute Nachricht daran: Alle Hallen, die den Fachleuten von Anfang an verdächtig schienen, sind besichtigt. Jetzt werden jene Gebäude in Augenschein genommen, bei denen die Experten eigentlich nicht von Baumängeln ausgehen.

Bei den fünf zuletzt geschlossenen Hallen ist noch nicht klar, wie umfangreich die Sanierung wird. Falls lediglich die Platten der Deckenverkleidung neu verschraubt werden müssen, sind Kosten und Aufwand überschaubar. Sollte aber auch die Unterkonstruktion betroffen sein - so, wie es bei den Hallen am Westwall und in Pont der Fall ist - wird's langwierig und teuer.

Im Schulausschuss am Mittwochabend haben die Politiker bereits über Notlösungen für die betroffenen Bauten nachgedacht. Könnte man nicht, so lautete eine Idee, unter den Hallendecken Netze spannen, die herabstürzende Teile auffangen würden? So könnten die Gebäude bis zum Zeitpunkt ihrer Sanierung weiter genutzt werden. "Wir haben genau das mit den Sicherheitsprüfern diskutiert", reagierte Kämmerin Agnes Paassen-Hoenzelaers. Die Möglichkeit einer solchen Übergangslösung werde untersucht.

Vertreter der Realschule an der Fleuth fürchteten angesichts der noch unkalkulierbaren Kosten, dass eine andere, ebenfalls teure Maßnahme wieder nach hinten verschoben werden könnte: die Verbesserung der Luftqualität in ihrer Schule. Kämmerin Paassen-Hoenzelaers beruhigte: Man gehe nicht davon aus, dass die Turnhallensituation darauf Einfluss haben werde. Es sei bloß noch nicht klar, inwieweit die vorhandenen Fenster in den Klassen vergrößert werden können oder welche Art von Lüftungsanlage sinnvoll sei. "Wir sind dabei, Angebote einzuholen", teilte die Kämmerin mit. Bis zu den Osterferien soll es "zumindest eine Tendenz" geben.

(szf)
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