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Bürgermeisterwahl in Geldern
Ulrich Janssen beantwortet die Fragen der RP-Leser

Bürgermeisterwahl in Geldern: Ulrich Janssen beantwortet die Fragen der RP-Leser
Ulrich Jansen. FOTO: Ostermann, Olaf (oo)
Geldern. Viele Leser schickten der Redaktion ihre Fragen. Die Häufigste war: Wie können Bürgermeister und Politik in Zukunft vertrauensvoll zusammenarbeiten? Hier die Antworten von Ulrich Janssen. 

Welche konkreten Zukunftsprojekte haben Sie für Geldern in ihrem "Koffer", die nicht bereits bekannt, geplant, in Angriff genommen sind?

Da wir aktuell viele Projekte mit Zukunftsorientierung bearbeiten (Demographie, Verkehr, Lärmminderung, Klimaschutz, Spielplatzanalyse, de Geldersche in die Ortschaften, Quartierssanierung), bleibt da im Moment nicht viel: ein Bringedienst für Lebensmittel für Ältere, ein Abenteuerspielplatz und eine Minigolfanlage im Egmondpark.

Wie stehen Sie zu der Idee für einen Lärmschutzwall an der "B 58 n", Abschnitt Königsberger Straße?

Positiv!

Was soll getan werden gegen Radfahrer in der Fußgängerzone sowie Müll, Zigarettenkippen und Hundekot auf den Straßen?

Personal für den Ordnungsdienst verstärken und Ordnungswidrigkeiten aussprechen, in Abstimmung mit dem Rat der Stadt.

Vernachlässigte Spielplätze – wie sehen Sie die Situation in Geldern?

Grundsätzlich haben wir eher kein generelles Problem damit (regelmäßige Kontrolle). Zur Zeit werden alle Spielplätze einer Bewertung im Rahmen einer Spielplatzanalyse unterzogen, wie der Zustand ist und ob alles noch zeitgemäß und altersgerecht ist.

Naturrasen-Sportplätze sind überlastet: Wie stehen Sie zu dem Vorschlag, eines der Spielfelder in Veert in einen Kunstrasenplatz umzubauen?

Ganz unabhängig von der Vorgeschichte und den finanziellen Auswirkungen für die Stadt, die der Rat der Stadt entscheiden muss, bin ich für einen Kunstrasenplatz.

Die Zusammenarbeit zwischen Bürgermeister und großen Teilen des Stadtrates ist zurzeit von großem Misstrauen geprägt. Wie wollen Sie das Vertrauen wieder herstellen?

Eine Annahme, die ich von meiner Seite nicht teilen kann. Sowohl mit fast allen Fraktionsvorsitzenden und auch einzelnen Ratsmitgliedern gibt es regelmäßig, auch vertrauliche, Gespräche. Die Probleme einer Fraktion oder Partei sollten wir nicht zu Problemen einer Stadt machen. Angebote werden auch weiter gemacht, annehmen muss man sie selber.

Zur Umsetzung der Inklusion an den Gelderner Schulen: Wie ist Ihre Haltung dazu? Und wann wird ein Zeitplan mit personellen, finanziellen, baulichen Maßnahmen erstellt?

Die Verwaltung hat hierzu bereits mehrmals Vorschläge vorgelegt. Der Rat muss nach Beratung im Schulausschuss unter Beteiligung der Schulen entscheiden. Ich denke, das wird bei den Beratungen des Haushaltes 2016 erfolgen, woraus sich dann ein konkreter Zeitplan ergibt.

Wollen Sie ein Hausärztezentrum im alten Finanzamt oder eine Unterkunft für Asylsuchende?

Beides ist möglich, und zwar zeitlich hintereinander.

Wie beurteilen Sie Gelderns finanzielle Situation, und wie wollen Sie dem Eigenkapitalverzehr, dem Schrumpfen der Rücklagen und dem Anstieg von Schulden entgegenwirken?

Die finanzielle Situation ist gut. Die Ergebnisse der letzten Jahre zeigen einen Schuldenabbau um 40 Prozent. Rücklagen konnten sogar aufgestockt werden. Den städtischen Haushalt verantwortet der Rat der Stadt Geldern mit seinen 40 Ratsmitgliedern, die Verwaltung versucht, ihn effizient auszuführen, was auch gelang (siehe oben).

Wollen Sie weiter die Ansiedlung eines Obi-Marktes an der Disco E-Dry verfolgen, oder gibt es andere Pläne?

Ob sich die Firma Obi aktuell weiter für den Standort interessiert, ist mir nicht bekannt. Zur Zeit liegt das Interesse an der Errichtung eines Hotels vor. Das finde ich persönlich attraktiver.

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