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Geldern
Veert ist stolz auf seine Heimatstube

Geldern. Viele Besucher nutzten jetzt die Gelegenheit, sich die neue Einrichtung auf der Dorfstraße anzusehen. Arbeit der Heimatforscher jetzt leichter. Mehr Raum für Dokumente aus der Ortschaft. Umfangreiches digitales Fotoarchiv. Von Liss Steeger

Voller Stolz präsentierte die Abteilung Brauchtumspflege des Heimat- und Verschönerungsvereins Veert ihre neue Heimatstube auf der Veerter Dorfstraße. Der Termin wurde bewusst auf das Feiertagswochenende "Tag der deutschen Einheit" gelegt, zusammen mit dem Erntedankfest, so dass die Besucher gleich zwei Sonntags-Ziele hatten. Der Vorsitzende des Vereins, Josef Dicks, der Eigentümer des Objektes, Hans-Joseph Klümpen, sowie Ortsbürgermeister Heinz Manten, auf dessen großartige Initiative die Räumlichkeiten gefunden wurden, überzeugten sich von der schon jetzt hervorragend ausgestatteten Heimatstube.

Der Leiter der Abteilung Brauchtumspflege, Karl-Heinz Pastoors, der sein Herzblut schon fast 25 Jahre in die Heimatforschung steckt, sprach von einer reibungslosen Renovierung. Bei den Schreinerarbeiten war Fritz Post behilflich. Jürgen Giesen, vorrangig für die Technik zuständig, freut sich, dass die weitere Arbeit erleichtert wird. Die ehemalige Schmiede Bankert-Klümpen, in der sich zuletzt ein Obst- und Gemüseladen befand, bietet nun mit 60 Quadratmetern zu ebener Erde bessere Möglichkeiten zur Bearbeitung und Aufbewahrung der vielfältigen geschichtlichen und historischen Unterlagen aus der Veerter Ortsgeschichte. Genug Raum gibt es auch für die sechs zum Teil mehr als 100 Jahre alten Kirchenfahnen. "Die Heimatstube soll offen sein für jedermann und es sollen hier auch Vorträge und Ausstellungen stattfinden", betont Franz-Josef Spolders, der gleichzeitig Pressesprecher ist. Erst kürzlich bekamen sie ein von Bauunternehmer Matthias Dicks selbstgemaltes Bild durch seine Schwiegertochter geschenkt. Es zeigt die Veerter Pfarrkirche und entstand 1947 in seiner Gefangenschaft. Seit kurzem gehört auch das Buch von Carl Vossen zum Namenspatron der Veerter (Sankt Martin) zu den Beständen. "In den Räumen an der Schule hatten wir nur vier mal vier Meter Platz", erzählte Franz Kubon, Sprecher der Gruppe. Er erklärte den zahlreichen Besuchern das digitalisierte Fotoarchiv mit derzeit fast 2200 Fotos, wozu auch der gesamte Fundus von Lothar Zerfaß gehört.

Verknüpfungen zwischen Vereinen, Firmen oder Personen helfen, bestimmte Fotos zu finden oder die Suche einzugrenzen. Stolz zeigt er Präsentationen zu allen Schützenkönigen seit 1934, unter denen sich auch seine Großeltern befinden, sowie alle Festkettenträger seit 1967. Die ortskundigen Frauen Agnes Beringhoff, Irene Gianakos, Annegret Pahlmann und Maria Thomas haben bei Anfragen schon mit vielen Namenszuordnungen helfen können. Und das soll sich auch in Zukunft nicht ändern.

Quelle: RP
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