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Wachtendonk
Vermittlerin zwischen Eltern und Helfern

Wachtendonk: Vermittlerin zwischen Eltern und Helfern
Ute Gieffers (47). FOTO: Seybert
Wachtendonk. Ute Gieffers kümmert sich in Wachtendonk um die präventive Sozialarbeit in Kindergärten und Grundschulen. Gerne möchte die Frau aus Budberg mit ihrem Mann aufs Land umziehen. Von Michael Klatt

Ute Gieffers wohnt in Budberg. Noch. Doch sie trägt sich mit Umzugsplänen. "Meinen Mann und mich zieht es ins Dörfliche", sagt die 47-Jährige. "Je ländlicher, desto besser." Und sie hätte nichts dagegen, wenn Wachtendonk ihr neuer Lebensmittelpunkt würde. Es sei dort übersichtlich, meint sie, mit einem schönen Ortskern, der Empfang sei herzlich und offen gewesen. "Ich habe das Gefühl, als würde ich schon ewig hier arbeiten."

Dabei steht die gebürtige Orsoyerin erst seit dem 1. März in Diensten der Gemeinde Wachtendonk. Sie kümmert sich um die präventive Sozialarbeit in Kindergärten und Grundschulen - und das ist ein weites Feld. Eltern, Kinder, Erzieher und Lehrer, sie alle gehören zur Klientel von Ute Gieffers. Netzwerkarbeit schreibt sie dabei ganz groß.

Die Fachfrau weiß, wie sehr ihre Hilfe gefragt ist. "Es gibt viele Schüler mit sozial-emotionalen Auffälligkeiten", erklärt sie. Auch seien viele Eltern nicht mehr in der Lage zu erziehen. Und das ganz unabhängig von der Bildungsschicht. Zum Beispiel dann, wenn Väter und Mütter mit psychischen Problemen zu kämpfen haben.

Wie viele Gefahren dem heranwachsenden Menschen drohen können, hat Ute Gieffers während ihres Berufslebens zigfach erfahren. Fünf Jahre lang studierte sie an der Uni Köln Diplom-Pädagogik mit dem Schwerpunkt Heilpädagogik. "Ich wollte Sprach-Heilpädagogin werden", erzählt sie. Damals seien Logopädieschulen, anders als heute, rar gewesen. In Engelskirchen arbeitete sie als Sprach-Heilpädagogin, bevor sie 2005 in ihre Heimat Budberg zurückkehrte.

In Alpen-Bönninghardt begann sie an einer Förderschule für geistige Entwicklung und verlagerte damit ihren Schwerpunkt. "Es war eine schöne Arbeit mit behinderten Menschen, das hat Spaß gemacht", erinnert sie sich und merkt an, wie gut gelaunt alle waren. Kommunikation klappte nicht nur durch Sprache, sondern auch dank Computern, Bildtafeln, durch Gebärden und Körpersprache. Als "sehr spannend" empfand Ute Gieffers diese Phase.

Wieder ein anderes Problemfeld beackerte sie im Duisburger Norden. Da hatte sie viel mit Migrantenkindern zu tun, hielt engeren Kontakt zu Eltern und Erziehern. Ihre nächste berufliche Station war in Oberhausen die Alsbachtal gGmbH. Da oblag ihr die Koordination von Mitarbeitern, die in Schulen Integrationshelfer waren. Auch die Familienhilfe zählte zu ihren Aufgaben und die breite Palette der Behindertenhilfe.

Jetzt also hat die Mutter von zwei 17- und 19-jährigen Töchtern ihr Büro in der Michael-Schule. Doch ist die 47-Jährige häufig unterwegs in den beiden Grundschulen und den bald vier Kindertagesstätten, die es in Wachtendonk und Wankum gibt. Sie sieht sich an der Schnittstelle als Vermittler zwischen Eltern und Helfern in Bildungsstätten und Behörden.

"Die Eltern müssen sich helfen lassen wollen", nennt sie ein wichtiges Prinzip. Der Kontakt zu ihr erfolgt über die Erzieher und Lehrer als freiwilliges Angebot. Offene Sprechstunden im Sinne einer Erziehungsberatung hält sie nicht ab, da diese bereits unter anderem durch Caritas und Jugendamt abgedeckt sind. Die Beratung kann in den Räumen der Einrichtung oder in ihrem Raum an der Michael-Grundschule durchgeführt werden. Termine lassen sich mit der Diplom-Pädagogin vereinbaren unter Telefon 0172 2010377 oder per E-Mail an ute.gieffers@wachtendonk.de. Wichtig ist ihr, Probleme früh zu erkennen. Dann ließen sich viel besser Hilfschancen ergreifen.

Quelle: RP
 
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