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Geldern
Verwaltungshelferin mit Biss

Geldern. Das Wichtigste in 8 ZeilenDie 23-jährige Lucina Kersten ist Zahnmedizinische Verwaltungshelferin in der Gemeinschaftspraxis Dr. Paeßens. Neben vielfältigen organisatorischen Aufgaben ist sie die erste Anlaufstelle für die Patienten. Von Michael Baers

Wer die Gemeinschaftspraxis Dr. Paeßens in Kalkar betritt, trifft als erstes auf ihr Lächeln – und vergisst darüber beinahe den entzündeten Nerv im Backenzahn hinten rechts. Mit strahlend braunen Augen und – in einer modernen Praxis unvermeidbar – Headset empfängt Lucina Kersten die Patienten und bildet so den Anfang der Wohlfühl-Betreuungskette in der Zahnarztpraxis.

Den zukünftigen Chef gebissen

Während das Geräusch eines Absaugschlauchs aus einem der Behandlungsräume dringt, Patienten die Praxis verlassen oder betreten und gleichzeitig das Telefon klingelt, behält die 23-Jährige gekonnt den Überblick und ihr Einfühlungsvermögen. "Ich versuche den Menschen gleich zu Beginn die Angst zu nehmen", sagt sie und weiß aus eigener Erfahrung wovon sie spricht. Schließlich hatte sie selbst noch vor vielen Jahren Angst vor dem Zahnarztbesuch. Das ging sogar so weit, dass sie als Patientin dem behandelnden Arzt tatsächlich in den Finger biss – allerdings hat der ihr das offensichtlich nicht allzu übel genommen, ist er doch inzwischen ihr Chef.

Wenig später wurde ihr dann eine Zahnspange angepasst und da merkte sie, dass Besuche beim Zahnarzt "gar nichts Schlimmes sein müssen" und sie begann sich mehr für das Berufsfeld zu interessieren. Nach der mittleren Reife war es dann soweit, sie machte eine Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA), die sie nach drei Jahren abschloss.

Darauf folgte die Fortbildung zur Zahnmedizinischen Verwaltungsassistentin (ZMV) beziehungsweise zur Assistentin der Zahnärztlichen Praxis (AZP), die Kersten in wenigen Wochen mit einer Prüfung zum Thema "Materialverwaltung EDV unterstützt" abschließen wird.

Sie ist "für alle da"

Während bei der ZFA-Ausbildung noch alle Tätigkeitsfelder innerhalb einer Praxis abgedeckt werden, angefangen bei der Betreuung der Patienten über die Terminplanung bis zum Assistieren bei Untersuchungen und Behandlungen, legt die ZMV/AZP-Ausbildung den Schwerpunkt auf den kaufmännischen und verwaltenden Bereich. Insgesamt ergibt sich dadurch für Kersten und natürlich auch die Praxis der Vorteil, dass sie aufgrund der verschiedenen Qualifikationen "für alle da ist", wie sie sagt. Empfang, Beratung, Behandlung sowie die gesamte Organisation hinter den Kulissen sind ihr gleichermaßen bekannt. Bei allem im Vordergrund und für Kersten letztlich auch ausschlaggebend für die Berufswahl ist allerdings "der Umgang mit Menschen". Da sie sich selbst als "gesellig" bezeichnet, fällt ihr der nämlich besonders leicht und das wirkt sich auch auf die Patienten aus. Das Motto der Gemeinschaftspraxis verkörpert sie jedenfalls mit Leichtigkeit: "Style your smile".

Quelle: RP
 
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