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Geldern
Viel Applaus für enthusiastische Sänger

Geldern. Chorkonzert in der Heilig-Geist-Kirche Geldern. Musikalischer Gang durch das Kirchenjahr. Im Programm auch ein Vorgeschmack auf das Pop-Oratorium "Luther" zum 500-jährigen Bestehen der Reformation. Von Liss Steeger

Zu einem außerordentlich vielfältigen Chorkonzert hatte die Kantorei der evangelischen Kirchengemeinde unter der Leitung von Jeehyun Park in die Heilig-Geist-Kirche Geldern eingeladen. Mit Psalm 150 "Alles, was Odem hat, lobe den Herrn! Halleluja!" führte Pfarrerin Sabine Heimann in das Konzert ein. Sie freute sich über den "musikalischen Durchgang durch das Kirchenjahr mit Passionsmusik sowie einer Mixtur von Lob und Dank, an dem die Kantorei uns teilhaben lässt". Sie wünschte viel Freude bei den unterschiedlichen musikalischen Eindrücken zum Lobe Gottes.

"Am Anfang war das Wort" und "Wir sind Gottes Kinder" waren die beiden Stücke, mit denen die mehr als 30 Musiker einen Vorgeschmack auf das Pop-Oratorium "Luther" von Dieter Falk und Michael Kunze gaben. Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 wird dieses Musikstück Anfang Februar in Düsseldorf aufgeführt.

Durch vokale Strahlkraft bestach der Chor schon bei Psalm 23 "The Lord is my Shepherd" von Howard Goodall. Die erst 16-jährige Solistin Dörte Kallweit aus Geldern ließ die eindringlichen Harmonien klangsinnlich schwellen. Ihre leuchtende Sopran-Stimme glänzte auch bei der melancholisch angehauchten, durch die Boygroup "Westlife" bekannt gewordenen Ballade "You raise me up".

Dass für dieses Konzert erfolgreich viel geübt wurde, war nicht nur am Enthusiasmus der Sänger deutlich zu spüren. Bei "Schön ist die Erde" schöpfte die Chorpracht mit klanglicher Transparenz aus dem Vollen. Auch das Kammerorchester folgte diszipliniert den Vorgaben der Dirigentin Park, überlagerte nie den Chorklang und beeindruckte mit dem Blockflötensolo von Valerie Pöllen beim "Canticle of Cross" von Joseph M. Martin. Inspiriert durch keltische Musiktraditionen präsentiert dieses Werk den Weg Christi zum Kreuz. Unter Verwendung von Volksliedern, Hymnen und neu komponierten sakralen Liedern, schmückt die Musik in sieben Sätzen die frohe Botschaft von Gottes Liebe und Gnade und liefert eine reflektierende Mission von Hoffnung und Zuversicht. Dem Publikum stand ein deutschsprachiger Programmablauf zur Verfügung, da das Werk in Englisch gesungen wurde.

Melodische Vielfalt, eindrucksvolle Orchesterpassagen, saubere Einsätze und gute Artikulation zeichneten das Chorkonzert aus. Es gab vom Publikum am Ende viel Applaus für die engagierten Mitwirkenden.

Quelle: RP
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