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Issum
Viele Ideen für den neuen Dorfplatz

Issum. Der Ortskern in Issum soll attraktiver werden. Die Gemeinde plant deshalb, den Platz "An de Pomp" umfangreich umbauen zu lassen und so für mehr Leben zu sorgen. Dazu wurde nun ein Konzept auf den Weg gebracht. Von Antje Seemann

Bisher ist nicht viel los an dem Dorfbrunnen in Issum. Der Platz "An de Pomp" südlich der Gelderner Straße ist nur wenig belebt. Das soll in Zukunft anders werden. Ein "multifunktionaler Dorfplatz" ist geplant, auf dem Veranstaltungen stattfinden, der Besucher anzieht und wo die Issumer gerne ihre Zeit verbringen. Dafür hat die Politik jetzt ein Konzept beschlossen, das Jens Ebener vom Büro für Architektur, Stadtplanung und Stadtentwicklung "Wegmann und Partner" vorgestellt hat.

Insgesamt soll der Dorfplatz offener und größer werden. Das soll erreicht werden, indem das Gebäude "Gelderner Straße 11" - in dem früher der Second-Hand-Shop war - abgerissen wird. Für diese freiwerdende Fläche braucht die Gemeinde dann einen neuen Bodenbelag. Dabei fällt die Wahl wohl auf eine Mischung aus grauen Pflastersteinen und rotem Klinkerpflaster im "Fischgrätverband" - also ähnlich, wie auf der Gelderner Straße. Damit erfahre der Dorfplatz und der neue Zugang zu der Straße einen "gestalterischen Zusammenhang", heißt es in dem Konzept.

Entwässerungsrinnen - wie sie zum Beispiel in der Fußgängerzone in Venlo laufen - sollen in den Platz eingegliedert werden und auch bei starkem Regen für eine sichere Entwässerung sorgen. Gliedern sollen den Platz die alten Bäume, die schon dort stehen. Aber auch neu gepflanzte Bäume wie Säuleneichen im Osten und Süden des Platzes sollen dafür sorgen und gleichzeitig eine Raumkante bilden. Die lange, fensterlose Wand, die durch den neuen Zugang über die Gelderner Straße entsteht, will die Gemeinde hochwertig gestalten. Wie genau das aussieht, ist aber noch nicht entschieden. Der Vorschlag waren ursprünglich Spalierobst-Bäume. Denkbar wären aber auch andere rankende Pflanzen wie zum Beispiel Rosen. Außerdem sollen zusätzlich zu den alten Dorflaternen neue, moderne LED-Laternen den Platz ausleuchten. Ausreichend Sitzgelegenheiten soll es geben und Spielgeräte für kleine Kinder genau so wie für ältere Kinder und Jugendliche. Das soll zum Verweilen einladen und den Platz so mit Leben füllen.

Auch die Brandwand an der Westseite des Platzes soll aufgewertet werden. Das könnte durch Gestaltungen von Künstlern sein, durch Beleuchtung, oder durch eine Mischung aus beidem. Ein Wettbewerb wäre auch denkbar, bei dem die beste Idee ausgewählt wird.

Erhalten bleiben soll der Dorfbrunnen, dem der Platz seinen Namen "An de Pomp" verdankt. Südlich davon soll dann ein rund 80 Quadratmeter großes Podest eine Mischung aus Ruhebereich und Bühne bilden - je nach Bedarf. Drei Stufen sollen auf das Podest führen, im Westen wird zum Beispiel für Rollstuhlfahrer eine kleine Rampe angelegt. Hier können bei Veranstaltungen dann Künstler auftreten und Moderationen stattfinden, an Markttagen können sich die Besucher auf den Bänken da zurückziehen.

In Stein gemeißelt ist bei der Umgestaltung des Ortskerns allerdings noch nicht jedes kleine Detail. Politiker und Bürger sollen ihre Ideen miteinbringen. Etwa, wie die freiwerdenden Wände zum neuen Zugang des Platzes gestaltet werden. Die Bauarbeiten sollen im Herbst losgehen. Im Frühjahr 2017 soll der neue Platz eingeweiht werden.

Quelle: RP
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