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Geldern
Visionen für ein anderes, neues Geldern

Geldern: Visionen für ein anderes, neues Geldern
Viele Bürger waren gekommen, um sich die Ideen der Planer von "Junker und Kruse" für die Gelderner Innenstadt anzuhören. FOTO: Gerhard Seybert
Geldern. Die Förderzusagen für das "Integrierte Handlungskonzept" wurden bewilligt. Nun soll bis zur zweiten Hälfte 2016 erarbeitet werden, was im Einzelnen passiert. Dazu stellte das leitende Planungsbüro Ideen und Möglichkeiten vor. Von Christoph Kellerbach

Vor kurzem wurde die Förderzusage zur finanziellen Unterstützung von Projekten im "Integrierten Handlungskonzept für die Gelderner Innenstadt" erteilt. Nun gab es dazu im Bürgerforum eine Informationsveranstaltung, bei der über die verschiedenen Möglichkeiten der Maßnahme und die weiteren Fortschritte berichtet wurde.

Anwesend waren Andreas Mayer und Sebastian Otto vom Planungsbüro "Junker und Kruse" sowie dessen Eigentümer Rolf Junker. "Ein Umbau soll die Stadt anpassen an neue Gegebenheiten und Anforderungen", erklärte Junker. "Die Planungsphase dauert noch bis mindestens ein Jahr und ab der zweiten Hälfte 2016 können erste Maßnahmen in Kraft treten."

Das gesamte Konzept wird in der Arbeitsgemeinschaft weiter bearbeitet durch die Büros Richter-Richard (für den Verkehr), Scheller (Freiraumplanung) und Meyer-Brandis (Beleuchtung).

Doch was soll sich alles ändern? Vieles. Es soll einen Umbau der Wallanlagen und "Stadttore" geben, um einen eigenen Charme zu entwickeln. Ein Beleuchtungskonzept soll erstellt werden, das durch ein einheitliches Design geprägt ist. Die Straßenführung auf den Wällen soll verringert werden. Weniger Spuren, mehr Grünanlagen und durchgehende Radwege sind genauso eingeplant wie das weitere Stattfinden der jährlichen Kirmes. Die Auslagerung des Verkehrs aus dem Stadtzentrum als auch eine bessere Anbindung der Innenstadt soll folgen. Zusätzlich ist eingeplant, das historische Erbe der Stadt sichtbar zu machen und zu bewahren.

Was das Marketing betrifft, ist eine "Auffrischung und Zuspitzung" des vorhandenen Leitbildes "LandLebenStadt" bezweckt, und ein einheitliches Stadt-Design soll zu Gelderns Verbesserung im Städtewettbewerb führen. Förderrichtlinien sollen aufgestellt werden, um zu klären, welche Art von Mitarbeit der lokalen Wirtschaft unterstützt wird bei einem großen "Hof- und Fassadenprogramm", um das einheitliche Stadtbild weiter zu stärken.

Wegen des Leerstands-Managements müsse man sich "erst einmal einen Überblick verschaffen", um das Angebot katalogisieren und bewerten zu können. Gegebenenfalls könnte eine Vermittlungsbörse konzipiert werden.

Zum Abschluss kam die Sprache auf die "energetische Stadtsanierung", bei der ermittelt werden soll, wer wie viel Energie in der Stadt verbraucht und wie man möglicherweise die Ausgaben verringern kann.

Doch all diese Punkte sind, wie bereits gesagt, gerade im Planungsstadium, weswegen es neben einer Infoplattform im Internet als "digitalen Wunsch- und Kummerkasten" noch eine regelmäßig erscheinende Zeitung über die Projektstände und Sonderthemen geben soll. Gleichzeitig sind mehr Veranstaltungen und Workshops geplant, bei denen die Gelderner dann aktiv mitarbeiten sollen.

Schon bei der jetzigen Vorstellung wurden Kritik, Misstrauen und Anregungen seitens des engagierten Publikums genannt, was vom Planungsbüro "Junker und Kruse" gleich notiert wurden.

Quelle: RP
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