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Wachtendonk
Wachtendonk engagiert sich gegen den Herztod

Wachtendonk. 14 sogenannte automatische externe Defibrillatoren werden flächendeckend im Gemeindegebiet platziert.

Sein Herz kann man in Wachtendonk nach wie vor verlieren. Doch die Gefahr, in dieser Gemeinde wegen eines Versagens dieses wichtigen Muskels sein Leben zu verlieren, wird kleiner. Dank der Aktion "Wachtendonk gegen den plötzlichen Herztod" werden in Kürze 14 automatische externe Defibrillatoren (AED) flächendeckend platziert, um im Falle eines Falles das Herz wieder zum Schlagen zu bringen.

Im Mai hatte die Gemeinde gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Hans-Josef Aengenendt um Spenden gebeten, um möglichst viele AED anzuschaffen. Die Resonanz sei überwältigend gewesen, stellte Aengenendt bei der Übergabe der Geräte zufrieden fest. Mehr als 9500 Euro gingen ein. Hinzu kamen Aufträge von mehreren örtlichen Gewerbebetrieben und der katholischen Kirchengemeinde St. Marien. Das reichte, um 14 AED zu bestellen.

Die werden jetzt, außer in den betreffenden Firmen, auch in Gebäuden wie den katholischen Pfarrheimen, der Sekundarschul-Turnhalle, der Grundschul-Halle Wankum, bei den Löschzügen und beim Betriebshof installiert. Aengenendts Dank galt außer den Spendern Herbert Bosch, der im Rathaus die Aktion koordinierte, der Freiwilligen Feuerwehr, die zur Schulung an den AED in Firmen und Vereine geht, und Andreas Cleve vom AED-Hersteller Zoll. Feuerwehrarzt Dr. Sebastian Turinsky äußerte sich beeindruckt. "In meinen mehr als zehn Jahren als Arzt habe ich eine solche Beschaffung in so kurzer Zeit noch nicht erlebt. Das war gigantisch." Auch Bürgermeister Aengenendt frohlockte: "Das war ein voller Erfolg, die fast 100-prozentige Deckung ist erreicht." Während der Aktion gab es einen Erkenntniszuwachs. "Es existieren in Wachtendonk schon AED-Geräte, die uns bisher nicht bekannt waren", berichtete Bosch. Etwa an der Blauen Lagune und beim Tennisclub. Die werden jetzt ebenso wie die 14 neuen Apparate in die Standortliste des Kreises eingepflegt (www.kreis-kleve.de/Defibrillatoren), wo sie abgerufen werden können.

Auskünfte zum nach wie vor gern gesehenen Sponsoring, zum Kauf von AED in Eigeninitiative und zu örtlichen Schulungen erteilt Herbert Bosch im Rathaus unter Telefon 02836 915537, E-Mail herbert.bosch@wachtendonk.de.

(kla)
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