| 22.09 Uhr

Wachtendonk
Aengenendt gewinnt eindeutig in Wachtendonk

Wachtendonk. Auf das Ergebnis des letzten Wahlbezirks mussten die wenigen Wachtendonker, die sich im Bürgerhaus "Altes Kloster" versammelt hatten, lange warten. Ein Herzschlagfinale, wie in anderen Kommunen, gab es allerdings nicht. Bereits um 18.30 Uhr zeigten die ersten Zahlen, wohin die Richtung ging.

"Geringe Wahlbeteiligung, deutliches Ergebnis, aber nicht unerwartet", fasste es der parteilose Bürgermeisterkandidat Berthold Perret mehr als eine Stunde vor dem Endergebnis zusammen. Da zeigte der Zwischenstand für Hans-Josef Aengenendt über 70 Prozent der Stimmen an. Bis der endgültige Auszählungsstand eingeblendet wurde, musste Aengenendt allerdings noch bis 19.52 Uhr warten. Die erste, sehr herzliche Umarmung galt dann seiner Frau Annemie. Auf den Kandidaten der CDU kamen am Ende 73,45 Prozent der Stimmen. Unterstützt wurde er außerdem von der Wankumer Wählergemeinschaft. Das war an den Ergebnissen in den Wankumer Wahlbezirken sehr deutlich abzulesen. Dort bekam er jeweils über 80 Prozent der abgegebenen Stimmen. Der Kempener Kämmerer wird am 21. Oktober seinen ersten Arbeitstag als Bürgermeister in Wachtendonk haben.

Für Udo Rosenkranz ist nach 23,5 Jahren Schluss mit seinem Bürgermeisterdasein. "Ich habe alles erlebt in meinem Leben, 2004 noch eine Stichwahl", blickte der 64-Jährige zurück. Den Sieg gönnte der CDU-Mann Aengenendt von Herzen.

Auch Perret hatte kein Problem damit, dem Gewinner feste die Hand zu drücken. Die Zeit bis zur Ergebnisverkündigung via Leinwand verbrachte er spielerisch mit seinen Enkelkindern Levin und Frida. "Ich fahre morgen ganz normal nach Krefeld zu meiner Arbeit als Zollbeamter", sagte er, wie es für ihn weitergeht. Vielleicht stehen auch ein paar Tage Urlaub an. "Das hat alles eine ganze Menge Energie und Zeit gekostet." Entmutigt wirkte er nicht.

Mit seinen engsten Vertrauten werde er noch in der Sandkaul feiern, verriet der frisch gewählte Bürgermeisterkandidat Aengenendt. "Ich freue mich erstmal an dem guten Ergebnis." Wichtig war ihm, dass durch die vielen Briefwähler die Wahlbeteiligung nicht nur bei 30 Prozent dümpelte, sondern auf 47,64 Prozent anstieg. "Es ist wichtig, dass die Entscheidung von einem Großteil der Bevölkerung getragen wird", sagte der 54-Jährige. Denn immerhin haben die Wachtendonker niemand Geringeren als ihren neuen Bürgermeister gewählt. Am 22. Oktober findet die erste Ratssitzung statt.

(bimo)
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