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Viktor Kirschenberg
Wachtendonk ist Vorreiter mit Blutspendebegleitpass

Viktor Kirschenberg: Wachtendonk ist Vorreiter mit Blutspendebegleitpass
Viktor Kirschenberg vom DRK-Ortsverein Wachtendonk FOTO: seyb
Geldern. Bisher einmalig ist die Aktion eines Kinderbegleitpasses in Nordrhein-Westfalen beim Deutschen Roten Kreuz. Beim Ortsverein Wachtendonk gibt es den. Was genau ist ein Blutspende-Begleitpass?

Viktor Kirschenberg Jeder Spender hat einen Blutspendepass und ein kleines Heft zum Abstempeln. Vor ein paar Jahren war bei einem Blutspendetermin ein Kind bei mir, das mich gefragt hat, ob es auch so einen Pass haben könne. Ich habe gedacht: "Warum nicht? Die Kinder kommen doch immer mit." Dann habe ich für die Kinder einen eigenen Pass entworfen und dem Vorstand des Ortsvereins gezeigt. Die Kinder bekommen einen Stempel in ihren Pass, wenn sie ihre Eltern begleiten. Ich hätte nie damit gerechnet, dass die Idee so gut angenommen wird.

Wie ging es dann weiter?

Kirschenberg Wir haben uns das Okay vom DRK-Blutspendedienst West eingeholt. Die wollten den Pass auch sofort in anderen Ortschaften anbieten. Aber da die Idee in Wachtendonk entstanden ist, durften wir ihn als erstes herausgeben.

Was erhoffen Sie sich davon?

Kirschenberg Der Kinder-Begleitpass ist auf Jahre angelegt. Wir hoffen, dass die Kinder sich als Erwachsene erinnern, dass sie ihre Eltern zur Blutspende begleitet haben und es ihnen gleich tun. Es soll auch einen Nachahmungseffekt wecken. Wenn Kinder Freunden von ihrem Pass erzählen, und die erzählen es zu Hause, werden vielleicht Menschen ermuntert, zur Blutspende zu gehen oder wir gewinnen neue Spender hinzu. Es wird ja nicht nur Blut abgenommen, sondern auch das eigene Blut untersucht.

Ab welchem Alter darf gespendet werden?

Kirschenberg Ab 18 Jahren und bei einem Mindestkörpergewicht von 50 Kilo. Der nächste Termin in Wachtendonk ist am Donnerstag, 10. Dezember, der nächste in Wankum am Mittwoch, 2. Dezember.

DIE FRAGEN STELLTE BIANCA MOKWA.

Quelle: RP
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