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Straelen
Wachtendonk und Straelen: Zwei Rathäuser als IT-Partner

Straelen. Beide Bürgermeister unterzeichnen die Vereinbarung. Ziele: In der Verwaltung Kosten sparen, Effizienz steigern und Synergie-Effekte ausnutzen. Von Michael Klatt

Udo Rosenkranz ist sich des Beifalls aus den Räten sicher. "Das fordert die Politik doch immer, gerade auch vor dem Hintergrund des Sparens", sagte Wachtendonks Bürgermeister, als er gemeinsam mit seinem Straelener Amtskollegen Hans-Josef Linßen die Unterschriften unter eine neue Vereinbarung setzte. Sie besiegelt die Zusammenarbeit der beiden Kommunalverwaltungen im IT-Bereich. Die bestand bisher schon auf vielen Gebieten. "Jetzt soll sie intensiviert werden", erklärte Linßen.

Seit Jahren schon arbeiten Straelen und Wachtendonk bei den Schulen zusammen. Es begann mit dem Hauptschul-Zweckverband, der nahtlos in den Sekundarschul-Zweckverband überging. Damit wurde auch die EDV kompatibel. "Wir haben an beiden Standorten die gleiche Software, zum Teil auch die gleiche Hardware", erläuterte der Straelener Dezernent, Christian Hinkelmann. Die Zusammenarbeit soll, unter der Federführung Wachtendonks, auf die gesamten Rathäuser ausgedehnt werden. "Wir wollen für beide Partner das Optimale herausholen", betonte Linßen.

Etwa, indem die Kompetenzen der IT-Fachleute in den beiden Verwaltungen gebündelt und entsprechende Synergie-Effekte genutzt werden. Das erleichtert laut Hinkelmann zum Beispiel die Vertretung bei Urlaub und Krankheit. Oder, so Angelika Trost von der Wachtendonker Verwaltung, die Einführung neuer Produkte wird erleichtert. "Einer testet und bügelt eventuelle Schwächen aus. Später kann die Neuerung von dem anderen naht-los übernommen werden." Die schon weitgehende Software, nicht nur für die Schulen, sondern unter anderem auch im Haushaltswesen, erleichtert die Kooperation.

Die soll jetzt nach und nach ausgebaut werden, um zum Beispiel das "papierlose Rathaus" Realität werden zu lassen. Ein eigener IT-Service zählt zu den Zielen. Linßen: "Bei den Schulen waren wir bisher von einem externen IT-Service abhängig."

Ein gegenseitiges Geben und Nehmen wollen die beiden IT-Partner. Nicht zuletzt bei der Fortbildung, wo laut Angelika Trost künftig unnötige Dopplungen entfallen können. "Einer nutzt das Know how des anderen." Kostenersparnis steht mit oben auf der Liste. Doch es gehe in erster Linie auch um Professionalisierung, stellt Hinkelmann klar.

Die IT-Zusammenarbeit ist zunächst auf ein Jahr festgeschrieben, eine automatische Verlängerung ist vorgesehen. Dass es dazu kommt, steht für Rosenkranz außer Zweifel. "Bisher ist die Zusammenarbeit ja auch über Jahre gewachsen." Die jetzige Vereinbarung, ergänzte Straelens Bürgermeister Linßen, sei die formelle Absegnung.

Quelle: RP
 
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