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Wachtendonk
Wachtendonker hofft weiter auf den Parkausweis

Wachtendonk. Mehr geht nicht: Einen Behinderungsgrad von 100 Prozent ist Armin Rudolph von Amts wegen attestiert. Und trotzdem bemüht sich der Wachtendonker bisher vergeblich darum, einen Rollstuhlfahrer-Ausweis mit dem Merkzeichen "aG" (außergewöhnliche Gehbehinderung) zu bekommen.

Am 31. Mai 2016 beantragte der heute 82-Jährige dieses Dokument, das ihm erlauben würde, mit dem Auto auf den mit dem Rollstuhlfahrer-Symbol gekennzeichneten Parkplätzen zu stehen.

Auf eingangsnahe Parkmöglichkeiten sei er angewiesen, meint der Mann mit Arthrose im linken Knie und verschlissener rechter Hüfte. "Der aufrechte Gang ist einem gebeugten gewichen, und beim Abstützen auf dem Rollator verkrampft sich meine Oberarmmuskulatur derart, dass ich keine langen Strecken mehr zurücklegen kann."

Sein Ansinnen auf den "aG"-Ausweis wurde immer wieder zurückgewiesen. Dabei fühlte sich Rudolph wie eine Flipperkugel hin und her geschossen zwischen dem Kreisverwaltung Kleve und der Bezirksregierung Münster, an die seine Akten mittlerweile gegangen sind.

Hilfesuchen wandte der Wachtendonker sich an den "Bürgermonitor". Und der RP-Bericht wurde offenbar auch in Münster gelesen. Er veranlasste die Bezirksregierung, die Angelegenheit nach dem Schwerbehindertenrecht im Rahmen eines Beschwerdeverfahrens zu überprüfen. Die Entscheidung steht noch aus.

(kla)
 
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