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Wachtendonk
Wachtendonks Schule muss wachsen

Wachtendonk: Wachtendonks Schule muss wachsen
FOTO: Seybert Gerhard
Wachtendonk. Die Grundschule an der Moorenstraße platzt aus den Nähten. Die Schülerzahlen steigen, der Bedarf an Vollzeitbetreuung wird größer. Fest steht: Der Ausbau wird Thema im Haushalt 2017 sein. Von Michael Klatt

Wenn die zuständige Fachbereichsleiterin über die Raumsituation an der St.-Michael-Schule in Wachtendonk spricht, fällt auch dieser Satz: "Wir platzen aus allen Nähten", sagte Angelika Trost im Gespräch mit der RP. Eine Situation, die einer eher erfreulichen Entwicklung geschuldet ist. Es gibt mehr Schüler, die Betreuungsangebote werden gut angenommen. Das zwingt die Gemeinde, Geld für den Ausbau in die Hand zu nehmen. Ein Bild machten sich die Mitglieder des Ausschusses für Bürger, Schule und Sport jüngst bei einer Begehung.

Derzeit sind im Gebäude Moorenstraße 1 in zwölf jeweils 65 Quadratmeter großen Räumen acht Klassenzimmer untergebracht, eine Mensa, ein Englischraum, ein Raum für Computer/Musik/Hausaufgaben und der Verlässliche Halbtag, wobei letztgenannter Raum derzeit durch die Schule für den Deutschunterricht für Asylbewerber genutzt wird. In zwei jeweils 30 Quadratmeter großen Räumen sind zum einen der Kopierraum und die Schulbuchsammlungen zu finden, in dem anderen wird Förderunterricht erteilt, außerdem befinden sich dort die Materialsammlung und die Schulküche. Außerdem stehen ein Werkraum, die Turnhalle und die Räume für den Offenen Ganztag (OGS) zur Verfügung.

Doch das wird in absehbarer Zukunft nicht mehr reichen. Denn für die nächsten Jahre sind steigende Schülerzahlen prognostiziert. Und demnach wird's im Sommer 2018 eng. Nach 43 i-Dötzchen in diesem Jahr und 42 im nächsten rechnet die Verwaltung 2018 mit 57 Erstklässlern. Es würden dann statt zwei drei Eingangsklassen gebildet. Gleiches ist für den Sommer 2020 zu erwarten, wenn nach derzeitigem Stand 52 Abc-Schützen die St.-Michael-Schule besuchen.

Zugleich werden die Betreuungsangebote in der Schule immer mehr in Anspruch genommen. In der Grundschule Wachtendonk werden der Offene Ganztag (OGS) und der Verlässliche Halbtag (VHT) vom Caritasverband durchgeführt. Die Zahl der betreuten Schüler stieg beim OGS von 37 im Schuljahr 2011/12 auf 49 im laufenden Schuljahr. Beim VHT sank der Wert im gleichen Zeitraum von 23 auf 18. Dabei sind laut Gemeindeverwaltung zunehmend Kinder mit erhöhtem Betreuungsbedarf zu berücksichtigen. "Da diese doppelt zählen, schmälern sie quasi das Angebot an realen Betreuungsplätzen, da bei gleichem Personal- und Raumangebot weniger Kinder aufgenommen werden können."

Dringender Handlungsbedarf besteht nach Ansicht der Verwaltung nicht nur in diesem Bereich. Auch werde es in Zukunft mehr Förderkinder an der Wachtendonker Grundschule geben, die erst seit zwei Jahren Inklusionsschule ist. Im kommenden Schuljahr sind es vermutlich bereits 15 Kinder.

Sollten 2018 und 2020 tatsächlich drei Eingangsklassen gebildet werden, müssten der Englisch- sowie der Computer-/Musik-/Hausaufgabenraum als Klassenzimmer herhalten. Es stünde dann kein Fachraum mehr zur Verfügung, und auch kein Raum zur etwaigen Förderung in Kleingruppen. Auch die zum Teil weit auseinanderliegenden Räume für OGS und VHT wären nur durch mehr Betreuungspersonal zu kompensieren.

"Unumgänglich" ist aus Sicht der Verwaltung die Erweiterung der Michael-Schule. Auf den ersten Blick führt sie mehrere Möglichkeiten an, die allerdings noch nicht auf Machbarkeit geprüft wurden: das Aufstocken des Pavillons, der Ausbau des Dachgeschosses über dem Pausengang, ein Anbau im Schulgarten, ein Anbau an der Turnhalle oder am Schulhof und - das Aufstellen von Containern. Das Thema wird während der Beratungen zum Haushalt 2017 besprochen.

Quelle: RP
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