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Geldern
Walbeck hat nun eine Quirinusstraße

Geldern. Benannt ist die Straße nach dem Schutzpatron von Neuss. Von Bianca Mokwa

Neuss hat ihn als Schutzheiligen, Walbeck seit gestern eine Straße, die nach ihm benannt ist. Gemeint ist der Heilige Quirinus, ein Mann, der für seinen Glauben im zweiten Jahrhundert getötet wurde.

Die neue Quirinusstraße, mit Blick auf die Kirche, geht von der Hochstraße ab. Sie liegt gegenüber dem Küpperssteg. Das Anbringen des Schildes war schnell erledigt. Zwei Männer in orangen Jacken, eine Leiter und das Schild waren an dem Akt beteiligt. Theo Brünken und Jürgen König vom Bauhof waren bestens vorbereitet. Das Schild wurde mit zwei Schrauben an der Stange festgedreht, fertig. Das Ganze dauert nicht länger als zwei Minuten. Beobachter der kurzen Szene war der Walbecker Paul Niersmann. Von ihm kam die Idee, die schmale Gasse nach dem Heiligen zu benennen. "Weil man von dort auf die Kirche schaut", erklärt er.

Er hat Bücher gewälzt und die Verbindung zwischen Neuss und Walbeck nachgezeichnet. Fündig wurde er im Buch von Gerhard Oppenberg "Freiherrlichkeit und Gemeinde". Die Verbindung reicht bis ins Mittelalter zurück. Im Buch wird ein Zinsregister St. Quirinus erwähnt, das über 90 Namen von Zinspflichtigen in Walbeck nennt. Zwei Walbecker Höfe, der Bremishof und der Hesikerhof, werden ausdrücklich genannt. Letzterer war in Besitz der Äbtissin des Quirinusstifts in Neuss. An diese alte Verbindung erinnert der Straßenname.

Quelle: RP
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