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Geldern
War es Mord? Überfall ab Mittwoch erneut vor Gericht

81-Jähriger getötet: Prozess nach Raubmord in Tönisvorst
81-Jähriger getötet: Prozess nach Raubmord in Tönisvorst FOTO: Thomas Lammertz
Geldern. War es Mord oder nur ein außer Kontrolle geratener Raubüberfall? Fünf junge Leute müssen sich vom kommenden Mittwoch an in Krefeld für den qualvollen Tod eines 81 Jahre alten Rentners in Tönisvorst verantworten.

Sie sitzen dort nicht zum ersten Mal auf der Anklagebank. Ihre Verurteilung wegen Raubes mit Todesfolge hatte der Bundesgerichtshof (BGH) aufgehoben. Die Bundesrichter schließen nicht aus, dass es sich sogar um einen Mord gehandelt haben könnte.

Indem sie den gefesselten Rentner hilflos seinem Schicksal überließen, hätten sie möglicherweise seinen Tod in Kauf genommen und damit den Tatbestand des Mordes erfüllt. Im ersten Prozess waren die vier Männer und eine Frau zu Strafen zwischen sechseinhalb und zehn Jahren Haft verurteilt worden. Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten gegen das Urteil Revision eingelegt. Der BGH monierte daraufhin die Urteilsbegründung in mehreren Punkten.

Die Staatsanwältin hatte im ersten Prozess Strafen wegen Raubmordes beantragt. Die Tat sei "absolut skrupellos und brutal" gewesen. Der 81-Jährige sei mit Fausthieben, Tritten und einem Elektroschocker malträtiert worden. Die vier jungen Männer und eine Frau aus Straelen, Weeze und Bergheim sollen den alten Mann am 1. Oktober 2014 überfallen haben.

Die Beschuldigten sollen mit einem prall gefüllten Tresor gerechnet haben. Sie misshandelten den Rentner laut Anklage, damit er verrät, wo er seinen Tresorschlüssel versteckt hält. Tatsächlich sollen sie nur mit einer Armbanduhr und Zigaretten als Beute getürmt sein.

Quelle: RP
 
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