| 00.00 Uhr

Wachtendonk
Warten auf den Nikolaus am Wasser

Wachtendonk: Warten auf den Nikolaus am Wasser
Der Heilige Mann mit Mantel und Rauschebart am Ufer der Niers, die kleinen und großen Wachtendonker stehen zur Begrüßung bereit. Und das tut natürlich auch die Feuerwehr, die Fackeln und Feuerkörbe unter Kontrolle hatte. FOTO: Markus van Offern
Wachtendonk. Die Fackeln qualmten und zischten, Kinderaugen blickten gebannt aufs dunkle. Im Wachtendonk beim Weihnachtstreff kam der Nikolaus nicht auf leisen Sohlen, sondern lautlos im Boot in den Ort. Von Margret Linssen

Dicht gedrängt standen die Menschen am Samstagabend in Wachtendonk auf und an der Brücke, die die Niers überspannt. Aufgeregte Kinderstimmen waren zu hören und immer wieder der Spruch "Er kommt, er kommt gleich". Gemeint war der Nikolaus, der an diesem Abend mit dem Boot über der Niers einfahren wollte. Das war für die Werbegemeinschaft "Wir für Wachtendonk und Wankum" ein echt großes Event. Zumal die Niersgemeinde mit dem Bootssteeg dafür prädestiniert ist.

Leuchtende Kinderaugen kündigten das große Ereignis an, das von der Feuerwehr noch zusätzlich mit Feuerkörben und Fackeln in Szene gesetzt wurde. Es qualmte und zischte, doch das gehörte zum heimeligen Ambiente dazu.

Und dann war es endlich soweit. Ganz leise glitt ein kleines Boot über die Niers, angetrieben von der Strömung. Ein Steuermann hielt es auf Kurs. Der Heilige Mann, der Nikolaus, fuhr in Wachtendonk ein.

Sofort wurden sämtliche verfügbaren Handy gezückt und Fotos geschossen. St. Nikolaus, mit Mitra und Bischofsstab, langem roten Mantel und Rauschebart, wurde von der Feuerwehr eskortiert. Der Musikverein rahmte das Ganze mit den passenden Klängen ein, und so konnte sich der Zug in Richtung Bürgerhaus in Bewegung setzen. Dort erwartete den Besucher ein "Mini-Weihnachtsmarkt". Der sich dann schnell mit Menschen füllte, als der Heilige Mann mit der bunten Kinderschar eingetroffen war.

Auf der Bühne brachten die Kinder dann Nikolauslieder zu Ehren des Heiligen Mannes zu Gehör. Mit ihren roten Zipfelmützen boten sie ein buntes Bild. Erst zaghaft, dann mit immer größerem Selbstbewusstsein sangen sie "Heut ist Nikolaus-Abend da".

Und wem beim Warten und Schlendern kalt geworden war, der konnte sich an den Ständen mit Glühwein, Bratwürsten oder Grünkohl aufwärmen.

Im Bürgerhaus selbst hatte man den Logenplatz, um das Geschehen beobachten zu können. Dort stellte außerdem der Wachtendonker Künstler Stefan Leuven seine Werke aus. Nicht selten wurde das Auge bei der Betrachtung der Bilder auf die Probe gestellt.

Nach 1986, 1996 und 2006 zeigte Luyven seine Arbeiten wieder einmal in seinem Heimatort, und die Ausstellung gab einen Überblick über sein Schaffen in den vergangenen zehn Jahren.

Neu in seinen Werken sind unter anderem die Überlagerung von Buchstaben und Worten. Außerdem wurde die Untermalung teils mit fluoreszierendem Acryl gestaltet.

Im Erdgeschoss des Bürgerhauses machte der Kulturkreis Wachtendonk die Besucher auf seine Angebote für die kommende Saison aufmerksam.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Wachtendonk: Warten auf den Nikolaus am Wasser


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.