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Gelderland
Was 2017 im Gelderland wichtig war

Gelderland: Was 2017 im Gelderland wichtig war
Die Marientracht mit Prozession durch die Innenstadt und Pontifikalamt war einer der Höhepunkte beim Kevelaerer Wallfahrtsjubiläum. FOTO: Gottfried Evers
Gelderland. Ein Rückblick auf das erste Halbjahr: Kevelaer erlebt die ersten großen Veranstaltungen anlässlich seines Wallfahrtsjubiläums. Die Bürger im Südkreis geben ihre Stimmen für den neuen Landtag ab. Von Michael Klatt

Ganz dünn geworden ist der Abreißkalender. Zeit, einen Blick zurückzuwerfen auf das, was 2017 im Gelderland passiert ist. Heute geht es um die Monate Januar bis Juni. Einen Zeitraum, in dem sich zwischen Weeze und Wachtendonk leider auch sechs tödliche Verkehrsunfälle ereigneten, die in dieser Zusammenstellung nicht einzeln erfasst werden.

Gefeiert Kevelaer, das auch auf seinen Ortsschildern seit einigen Tagen den Zusatz "Wallfahrtsstadt" trägt, steht 2017 ganz im Zeichen des Jubiläums "375 Jahre Wallfahrt". Zum ersten Höhepunkt kommt es am Pfingstsamstag, 3. Juni, bei der Marientracht. Das Gnadenbild wird in einer Prozession durch die Innenstadt getragen. Tausende Gläubige verfolgen den Gottesdienst und den anschließenden Umzug, an dessen Ende das Marienbildnis wieder in die Gnadenkapelle eingesetzt wird. Zweiter Höhepunkt ist das Singspiel "Mensch, Maria!". Insgesamt 2500 Zuschauer erleben auf dem Kapellenplatz die beiden Aufführungen am 10. und 11. Juni und spenden den 250 Akteuren begeisterten Beifall. Die Musik stammt von Basilikaorganist Elmar Lehnen, den Text schrieb Bastian Rütten. Dass in Kevelaer am Mittag des 25. April die Kirchenglocken läuten, hat allerdings nichts mit diesem Jubiläum zu tun. Da gibt Bischof Felix Genn bekannt, dass Papst Franziskus Wallfahrtsrektor Rolf Lohmann zum Weihbischof für den Niederrhein ernannt hat. Er wird damit in Xanten Nachfolger von Wilfried Theising. Die Weihe wird auf den 8. Juli terminiert.

Norbert Killewald (SPD) gratuliert Margret Voßeler (CDU) zu ihrem Sieg bei der Landtagswahl. FOTO: mvo

Abgestimmt Alles wie gewohnt im Gelderland bei der Landtagswahl am 14. Mai. Die CDU-Kandidatin Margret Voßeler fährt erneut einen, diesmal haushohen, Sieg ein und vertritt den südlichen Teil des Kreises Kleve auch in den nächsten fünf Jahren im Landtag in Düsseldorf.

Ausgezeichnet Hermann-Josef "Hejo" Eicker erhält am 18. Januar den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. Damit wird der Gelderner für sein vielfältiges Engagement in sozial- und kulturpolitischen Bereichen ausgezeichnet. Im Ratssaal von Weeze wird Vincenzo Sacco am 8. Juni der Rheinlandtaler überreicht. Seit mehr als 40 Jahren setzt sich der Italiener für multinationales Zusammenleben und friedliches Miteinander ein. Im Europäischen Übersetzerkollegium Straelen wird am 13. Juni der Übersetzerpreis verliehen. Der Hauptpreis (25.000 Euro) geht an Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel für ihre Übertragung von Raymond Queneaus "Exercices de style" (Stilübungen). Den mit 5000 Euro dotierten Förderpreis erhält Thomas Weiler für seine Übersetzung von "Paranoia" von Viktor Martinowitsch.

Die Einsatzkräfte können am Eyller See nur noch einen Toten bergen. FOTO: zel

Angekommen Der kleine Till ist der erste Neubürger im Gelderland im neuen Jahr. Im St.-Clemens-Hospital Geldern kommt er am 1. Januar um 0.29 Uhr zur Welt. Seine Eltern Elena und Ben Hantke aus Wetten sind natürlich überglücklich.

Ausgerastet In Geldern eskaliert am 8. Februar ein Ehestreit auf der Vernumer Straße. Vor einem Supermarkt auf der Annastraße sieht eine 20-Jährige, wie der von ihr getrennt lebende 23-jähriger Ehemann an ihrem Fahrrad hantiert. Als sie ihn zur Rede stellt, läuft er davon. Sie folgt ihm, etwa 200 Meter weiter kommt es zum Streitgespräch. Die Frau sprüht Pfefferspray in Richtung des Mannes. Der zieht ein Messer und sticht mehrfach auf ihren Oberkörper ein. Die Frau kommt mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. Nach ihrem Mann fahndet die Polizei mit Foto und Presseaufruf. Der Gesuchte stellt sich schließlich am 28. Februar in Kleve der Polizei. "Sieben Jahre Haft", so lautet das Urteil, das im August das Landgericht Kleve gegen den Gelderner fällt.

Der erste Flug einer A 320 von Eurowings aus München wird im Juni auf dem Weezer Airport begrüßt. FOTO: Gottfried Evers

Verbunden Der Weezer Flughafen hat eine neue Airline. Am 14. Juni hebt Eurowings zum Flug nach München ab. Elfmal wird die bayerische Metropole pro Woche angesteuert.

Gefährlich Am Ufer der Issumer Fleuth in Kapellen entdeckt ein Spaziergänger am 25. März im Gras einen selbst gebastelten Sprengkörper. Es ist ein 25 Zentimeter langes Wasserleitungsrohr aus Stahl mit Verschlusskappen und Kupferdraht. Am Nachmittag des 27. März liefert er den Fund bei der Polizei ab. Die sucht zwei junge Männer als Verdächtige. Gleich zwei 125-Kilo-Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg machen die Spezialisten vom Kampfmittelräumdienst am 29. Juni auf der Hüls in Kevelaer unschädlich. Die Sprengsätze liegen direkt am Hallenbad, einer 3,50 Meter, der andere 2,50 Meter tief. Die Experten hatten das Gelände als Vorbereitung zum Bau des Mehrzweckbeckens abgesucht. Die Entschärfung war innerhalb von 20 Minuten geschafft. Ein Mann aus Weeze hantiert in der Nacht zum 5. Januar mit seiner Neun-Millimeter-Waffe. Dabei löst sich ein Schuss, das Projektil trifft den Mann im Unterschenkel. Bei dem 62-Jährigen handelt es sich um einen Sportschützen, die Waffe besitzt er legal.

Überschätzt Die Fahrt mit dem Wagen seines Vaters endet für einen 16-Jährigen in Weeze am Morgen des 5. Januar vor einem Baum. Den Schlüssel für den Corsa hatte sich der Jugendliche ohne Wissen der Eltern genommen. Beim Abbiegen von der London Street verliert der 16-Jährige, der zwei 15 und 16 Jahre alte Freunde an Bord hat, vermutlich wegen zu hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über das Auto. Der Wagen wird schwer beschädigt, niemand wird verletzt.

Ertrunken Tragischer Badeunfall am Nachmittag des 19. Juni im Strandbad Eyller See. Ein 24-jähriger Tunesier geht schwimmen und plötzlich unter. Ein Großaufgebot an Rettungskräften ist im Einsatz - Taucher, Polizeihubschrauber. Rund anderthalb Stunden nach dem Alarm entdecken Mitglieder der Feuerwehr den Körper des Toten durch den Einsatz von Sonar unterhalb einer Boje.

Geschockt Schrecksekunde für eine Autofahrerin in Kevelaer am Nachmittag des 2. Februar. Als Ruth Weyenberg aus Weeze den Bahnübergang am Bahnhof mit ihrem Auto überqueren will, hängen sich auf der anderen Seite Jugendliche an eine Schranke und drücken sie auf den Wagen. Der Stützfuß setzt mehrfach auf dem Dach und der Windschutzscheibe auf. Das Auto der 59-Jährigen wird beschädigt. Ein 13-Jähriger stellt sich am 5. Februar in Begleitung seiner Mutter der Polizei. Ein Freund (13) soll an der Tat beteiligt gewesen sein. Beide sind strafunmündig.

Quelle: RP
 
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