| 00.00 Uhr

Gelderland
Wassermassen drücken Gullideckel aus der Straße

Blitzschlag und Überflutungen bei Unwetter in NRW
Blitzschlag und Überflutungen bei Unwetter in NRW FOTO: dpa, mku sab
Gelderland. Auch über das Gelderland fegte gestern Morgen das Unwetter hinweg. Es donnerte, es blitzte und goss wie aus Kübeln. An vielen Orten fiel der Strom aus, das führte zu langen Staus, weil auch auf den Bundesstraßen viele Ampeln ausgefallen waren. Wer beispielsweise von der A 57 in Issum abfahren wollte, musste sich auf längere Wartezeiten einstellen, weil dort die Anlage nicht funktionierte und sich der Verkehr auf der Abfahrt staute. Auch in Geldern und Kevelaer waren eine Reihe von Ampeln ausgefallen, was ebenfalls zu Verkehrsbehinderungen führte. Von A. Seemann und S. Latzel

Für wenige Minuten saßen auch die Mitarbeiter im Weezer Rathaus im Dunkeln. Dort war am Morgen kurzzeitig der Strom ausgefallen.

Die Feuerwehr Kevelaer war wegen des Regens mit etwa 25 Mann im Einsatz. In der Innenstadt mussten die Einsatzkräfte einen Keller leerpumpen. Außerdem musste die Feuerwehr nach Winnekendonk ausrücken, weil die dortige Pumpstation überlastet war. Sie konnte die ganzen Wassermengen nicht mehr aufnehmen. Das führte dazu, dass an einigen Stellen die Gullideckel nach oben auf die Straße gedrückt wurden. Auch darum kümmerte sich die Feuerwehr. Zu Schäden sei es dadurch aber nicht gekommen, auch habe es keine Verletzten gegeben, erläuterte Feuerwehrsprecher Philipp Köhler auf Anfrage der RP.

Hier rettet sich ein Paar aus seinem sinkenden Auto

In Weeze musste die Feuerwehr zu drei Häusern, weil es dort Wasserschäden im Keller gab. Unter anderem waren die Wehrkräfte in einem Partykeller am Lindenweg im Einsatz. Dort konnte der Besitzer gerade so eben noch die Möbel übereinanderstapeln, bevor das Wasser in den Raum strömte.

Ruhiger war es hingegen im südlichen Gelderland wie zum Beispiel in den Kommunen Geldern, Issum, Straelen, Kerken und Wachtendonk. Dem Kreisbrandmeister Reiner Gilles lagen Meldungen über ein paar kleinere Unwetterschäden vor: Einige Bäume seien durch den Wind umgestürzt, die die Feuerwehr wegräumen musste. "Hier und da gab es natürlich auch Blitz, Donner und Regen. Aber Gott sei Dank ist nichts Gravierendes passiert", sagt er.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Gelderland: Wassermassen drücken Gullideckel aus der Straße


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.