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Straelen
Wege in den Beruf: Nicht jeder muss zur Universität

Straelen: Wege in den Beruf: Nicht jeder muss zur Universität
Ministerin Hendricks verfolgt interessiert die Beiträge. FOTO: Evers
Straelen. "Wir wollten weiter dabei helfen, dass die Schulen weiter den Weg in den Beruf massiv gestalten können", erklärte Chemie-Ingenieur Jörg Brandes, der am Donnerstag den Gesprächsabend "Alle Wege führen in den Beruf" organisiert hat. Im Forum des Schulzentrums begrüßte zuerst Bürgermeister Hans-Josef Linßen die Anwesenden, bevor Thomas Köster, Leiter des Kompetenzzentrums Soziale Marktwirtschaft von der Handwerkskammer Düsseldorf, auf die duale Ausbildung einging. Unter der Überschrift "Wider den Akademisierungswahn! Berufliche Bildung als Grundlage des Wohlstands" sprach er leidenschaftlich an, dass eben nicht jeder zur Universität gehen muss.

Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, ging danach auf den demografischen Wandel ein. Sie erwähnte, dass es durch ihn immer weniger Jugendliche gibt, was die jungen Leute eben erst recht wertvoll mache. Abschließend sprach sie die Vertreter vor Ort direkt an und meinte, dass "die Handwerksbetriebe mehr Geduld mit den 20- bis 34-Jährigen haben müssten, die keine Ausbildung haben und viel mehr in Richtung junger Frauen machen müssen". Eine Teilzeitausbildung für alleinerziehende Frauen wäre für sie ein wichtiges Thema.

Es ging weiter mit einer Interviewrunde zum Thema: "Welche Anforderungen kommen auf Auszubildende in der beruflichen Praxis zu, welche Möglichkeiten ergeben sich?" Frank Thon vom Gewerkschaftsverband kritisierte, dass eine duale Ausbildung zwar gut sei, die Betriebe aber zurückgehen, die solch eine anbieten.

Eine Frau aus dem Publikum erwähnte, dass bei ihr im Maurerhandwerk die Auszubildenden fehlen, da die Leute sich nur für eine Bürotätigkeit bewerben würden. Ebenfalls wurde kritisiert, dass soziale Berufe deutlich mehr vorgestellt werden müssten.

Das von der Sekundarschule Straelen/Wachtendonk durchgeführte Projekt "Junge Wasserexperten" wurde vorgestellt. Es ermöglichte Jugendlichen mehr Einblicke in den Job-Alltag. Daneben waren verschiedene kurze Reden von Schülern und dem projektbegleitenden Lehrer Hans-Hermann Terkatz zu hören.

Der Ehrenvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen in der SPD, Diplom-Ingenieur André Brümmer, sorgte für das Schlusswort des Abends, der vielseitige Wege in den Beruf aufzeigte.

(cnk)
 
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