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Geldern
Weihnachtslieder ganz wild in der Tonhalle

Geldern. Es wurde geflötet, getrommelt, gezupft, was das Zeug hält - und dazwischen klang es nach dem Weihnachtsmann, und auch Maria ging durch den Dornwald. Im ausverkauften Haus hatte das Publikum, vielfach von weit her gereist, seine helle Freude an den schrägen Weihnachtsklängen, die die drei Ausnahmemusiker von "Wildes Holz" in der Tonhalle Geldern ihren Instrumenten entlockten. Da wurde die Blockflöte zum perfekten Instrument gegen allzu viel Weihnachtsharmonie. Inge Ruhs vom Kunstverein Gelderland brachte es in ihrer Begrüßung auf den Punkt: Die drei Musiker aus dem Ruhrgebiet "kombinieren das kleine Folterholz mit einer akustischen Gitarre, einem Kontrabass und einer ordentlichen Portion Rock'n'Roll". Mal klingt es klassisch, oft aber rockig, dann wieder ist es Reggae, oder es gibt eine temporeiche Version von "In dulci jubilo" im Stil der Country-Musik.

Das Publikum klatschte, pfiff und schnalzte mit, als Tobias Reisige seine Blockflöten virtuos spielte, Markus Conrads seinen Kontrabass über die Bühne wirbelte und Anto Karaula mit seiner Akustik-Gitarre im Reggae-Rhythmus die Hüften schwingen ließ. Da klangen "Alle Jahre wieder" oder "Leise heulen im Schnee" gleich ganz anders. Nach stehendem Beifall und drei Zugaben - "Jingle bells" als Rock - ging dieser wundervolle Abend zu Ende.

(ct)
 
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