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Geldern
Weniger Flächen für Landwirtschaft

Geldern: Weniger Flächen für Landwirtschaft
Mehr als die Hälfte der Flächen im Kreis Kleve werden landwirtschaftlich genutzt. FOTO: Gottfried Evers
Geldern. Die Landwirtschaft nutzt weniger Flächen, als vor zehn Jahren. Dennoch ist es immer noch deutlich mehr als die Häfte des Kreisgebietes, die für den Ackerbau da ist. Zwölf Prozent der Region sind mit Wald bedeckt. Von Matthias Grass

Kleve Im Kreis Kleve werden weniger Flächen landwirtschaftlich bearbeitet. Waren es 2005 noch 82 769 Hektar, die beackert wurden, so schrumpfte die Fläche zum 1. Januar 2015 auf 79 355 Hektar. Das ist ein Rückgang von 4,1 Prozent in zehn Jahren, so die Zahlen des statistisches Landesamtes. Dennoch bleibt der Kreis ländlich geprägt. "64,4 Prozent des Kreisgebietes, mehr als die Hälfe aller Flächen, dienen der Landwirtschaft", so IT.NRW.

Landesweit war der Rückgang der landwirtschaftlich genutzten Flächen allerdings geringer, als im Kreis Kleve: zwischen 2005 und 2015 sank sie um 3,2 Prozent beziehungsweise. 551 Quadratkilometer; diese Fläche entspricht in etwa der Fläche von 77 000 Fußballfeldern, rechnet Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als statistisches Landesamt. Anfang 2015 wurden über 16 547 Quaderatkilometer und damit knapp die Hälfte (48,5 Prozent) der gesamten Landesfläche landwirtschaftlich genutzt. Gut ein Viertel von Nordrhein-Westfalen (25,9 Prozent; 8828 Quadratkilometer) ist bewaldet; in den vergangenen zehn Jahren wurde die Waldfläche landesweit um 335 Quadratkilometer ausgedehnt. Gebäude- und zugehörige Freiflächen nehmen 12,8 Prozent (4 373 Quadratkilometer), Verkehrsflächen 7,2 Prozent (2 445 Quadratkilometer), Erholungs- und Wasserflächen jeweils 2,0 Prozent (687 Quadratkilometer beziehungsweise 667 Quadratkilometer) und Betriebsflächen 1,2 Prozent (396 Qaudratkilometer) der Fläche des Landes ein, listet IT.NRW.

Im Kreis Kleve waren 2005 12,4 Prozent der Fläche von Wald bedeckt, 2015 sind es bereits 14,6 Prozent. Damit wuchs die Waldfläche innerhalb des Kreises um 2530 Hektar. Die Wasserfläche stiegt sogar um 20 Prozent. "Diese genannten Veränderungsraten beruhen aber nicht ausschließlich auf tatsächlichen Änderungen der Flächennutzung, sondern sind teilweise auch auf rein rechnerische Bereinigungen der Kataster zurückzuführen", schränkt IT.NRW ein.

Die an ihrem Gemeindegebiet gemessen prozentual meisten Ackerflächen haben nach Kalkar (76,5 Prozent) die Gemeinden Bedburg-Hau (72 Prozent) und Kerken (71 Prozent), rechnet das Landesamt für Statistik vor. Damit sind die drei Kommunen gar nicht so weit von der Gemeinde Titz im Kreis Düren entfernt, die mit 84,7 Prozent den höchste Anteil an landwirtschaftlich genutzter Fläche hat. Den geringsten Anteil an landwirtschaftlicher Fläche hat aber nicht die Kleve (55,4 Prozent), sondern die Gemeinde Weeze mit 53,7 Prozent ihrer Fläche. Mit mehr als die Hälfte ihres Gebietes sind auch die größeren Städte im Kreis wie Geldern, Goch oder Kleve ländlich geprägt.

Mit Abstand den meisten Wald gibt es in der Gemeinde Kranenburg: 28 Prozent der Grenzfeste sind von Wald bedeckt - schließlich liegen die Ortschaften Kranenburgs ja auch unmittelbar am Reichswald. Auf den romantischen Gang in den deutschen Wald müssen die Kalkarer dagegen nahezu verzichten: Nach den Zahlen von IT.NRW sind nur 1,6 Prozent des Stadtgebietes mit Wald bedeckt.

Die meisten Siedlungs- und Verkehrsflächen weisen die drei Städte Emmerich (22,4 Prozent), Kleve und Geldern (beide knapp 22 Prozent) auf. Im gesamten Kreis Kleve liegt die Siedlungs- und Verkehrsfläche bei 16,6 Prozent und stieg damit um drei Prozent an, so IT.NRW. Auch hier ist der Kreis Kleve ländlicher geprägt, als der NRW Durchschnitt mit 22,8 Prozent. Zum Vergleich: Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat 60,1 Prozent Siedlungs- und Verkehrsfläche.

Quelle: RP
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