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Geldern
Werbering: Parkscheiben statt Gebühr an Samstagen

Geldern. Der Gelderner Werbering schlägt vor, für das Parken an Samstagen in der Innenstadt keine Gebühren mehr zu nehmen, sondern eine Parkscheiben-Regelung einzuführen. Anlass dazu geben der "Konkurrenzdruck unter den umliegenden Orten und die damit einhergehenden Aktivitäten der Mitbewerber", führt der Werbering aus. Seiner Idee zufolge sollten Besucher samstags zwei Stunden mit ausgelegter Parkscheibe kostenfrei parken dürfen, statt den Ticketautomaten zu füttern. Die Gelderner Stadtverwaltung schlägt vor, die Idee zunächst nicht zu verfolgen, sondern stattdessen ein ganz neues "Parkraumbewirtschaftungskonzept" zu erarbeiten. Das würde im Rahmen der Innenstadt-Erneuerung mit dem "Integrierten Handlungskonzept" laufen.

Insgesamt sei das Parken in Geldern günstig, führt die Stadtverwaltung aus. Geldern habe die Parkgebühren seit 1991 nicht mehr erhöht. "Innerhalb der vier Wälle gilt Parkscheinpflicht, Höchstdauer zwei Stunden, je sechs Minuten fünf Cent, für eine Stunde daher höchstes 50 Cent, für zwei Stunden ein Euro", führt die Gelderner Verwaltung aus. "Im Marktparkhaus kann während der ersten Stunde gebührenfrei, im Kaufland-Parkhaus kann zudem ebenfalls günstig geparkt werden." Die Verwaltung glaubt, dass freies Parken mit Parkscheibe "ins Leere laufen" und das Ziel, Kunden in die Stadt zu locken, verfehlen würde.

Zudem sei die Einführung einer Parkscheibenregelung an Samstagen auch aus hauswirtschaftlicher Sicht kritisch zu sehen. "Im Jahr 2015 wurden Parkgebühren in Höhe von 182.536,73 Euro eingenommen", erläutert die Verwaltung. Fielen die Samstags-Einnahmen raus, so wäre für 2017 mit Mindereinnahmen von 30.440 Euro zu rechnen. "Der Wegfall der Parkgebühren geht in voller Höhe zu Lasten des städtischen Haushaltes." Außerdem müssten etwa 55 Verkehrsschilder ausgewechselt werden, und die Parkscheinautomaten müssten entsprechend eingerichtet werden - deren Displays zeigen die derzeit gültigen Bedingungen an. Kostenpunkt: um 5000 Euro für Schilder, etwa 1200 Euro für die Anpassung der Automaten.

Der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates wird sich am Donnerstag, 1. September, mit dem Vorschlag des Werberings befassen. Die öffentliche Sitzung läuft ab 18 Uhr im Bürgerforum, Issumer Tor 36.

(szf)
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