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Geldern
Wettmelken: Eva Nünninghoff in Top Ten

Geldern. Die junge Frau aus Straelen landet auf Platz 7. Stefan Schlaghecken aus Bedburg-Haus wird zweiter.

Beim NRW-Landeswettbewerb war es Platz drei geworden. Nun, beim Bundesmelkwettbewerb im bayerischen Achselschwang, kam der angehende Landwirt Stefan Schlaghecken aus Bedburg-Hau auf Platz zwei hinter Stephan Kreuzer aus Bayern in der Kategorie "Karussell".

Zufrieden sein konnte auch Eva Nünninghoff aus Straelen, die mit Platz sieben im Melkstand nach Hause fuhr. Die junge Frau hatte den Landesentscheid in Haus Düssel im Kreis Soest sogar gewonnen. Diesmal hatte sie etwas Pech. "In dem Fischgrät-Melkstand, in dem wir geprüft wurden, gab es einen Melkarm, den ich nicht kannte. Der soll das Melkzeug an der Kuh positionieren, aber mich hat er gestört." Der schriftliche Teil sei aber gut gelaufen. Mit Platz sieben sei sie "mittelmäßig" zufrieden. Ganz bestimmt wird ihr Chef Rainer Hagmans in Geldern ihr aber ebenso gratulieren wie Lehrer und Mitschüler in Haus Riswick.

Aus Bayern wird sie nun viele neue Erfahrungen und Bekanntschaften mitnehmen. "Es waren viele nette Leute da und wir haben uns total gut verstanden," erzählt die 23-Jährige. Das Rahmenprogramm sei gut zusammengestellt gewesen und die Exkursionen seien sehr lehrreich und interessant gewesen.

Drei Vertreter jedes Bundeslandes waren im Rennen, zwei von ihnen durften im Melkstand zeigen, was sie drauf haben, einer im Melkkarussell. Für Stefan Schlaghecken war das offensichtlich keine schlechte Wahl. "Ich bin noch etwas müde, denn gestern Abend wurde es spät", berichtete der junge Mann, den die RP telefonisch auf der Rückfahrt erwischte - im Stau. Die Preisvergabe war erst gegen 22 Uhr, und natürlich wurde noch ein wenig gefeiert.

Dass Johannes Schlaghecken in Huisberden stolz auf seinen Sohn ist, steht außer Frage. Von Arbeit und Unterricht abgesehen könne man für die Wettbewerbe allerdings kaum lernen, versichern beide. Entsprechend sei die Platzierung auch ein wenig Glückssache.

Der Bundesmelkwettbewerb wird von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft ausgerichtet und fand diesmal im Zentrum für Milchvieh- und Rinderhaltung Achselschwang am Ammersee statt. Es ging um moderne Melktechnik, Milchhygiene und Fachkenntnisse. Seit 1951 will die Branche wissen, wer Deutschlands bester Melker ist. Der berufliche Nachwuchs aus dem Kreis Kleve gehört dazu.

(nik)
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