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Wachtendonk
Winke-Winke für Udo Rosenkranz

Wachtendonk: Winke-Winke für Udo Rosenkranz
Mit gelben und roten Fähnchen standen die Kinder Spalier, als Udo Rosenkranz gestern zum letzten Mal als Bürgermeister das Rathaus betrat. FOTO: Seybert
Wachtendonk. Gestern letzter Arbeitstag nach 23,5 Jahren als Bürgermeister von Wachtendonk. Eine Radfahrt zum Rathaus durch ein Spalier von Kindern. Viele lobende Worte beim Empfang in der Sekundarschul-Turnhalle mit 350 Gästen. Von Michael Klatt

Der letzte Arbeitstag begann für Bürgermeister Udo Rosenkranz hoch emotional. Durch ein Spalier von mit Fähnchen winkenden Kindern nutzte er noch einmal sein Fahrrad dienstlich für den Weg zum Rathaus, begleitet von seiner Frau Irmgard und einigen Kollegen. Mit viel Beifall wurde er empfangen, Blockflötenspieler aus der Klasse 3 b der Michael-Schule stimmten eine "Barcarole" an. Und wenig später sangen die Jungen und Mädchen "Arrividerci und bye bye, wir woll'n Dich wiederseh'n". Sichtlich ergriffen und mit den Tränen kämpfend bedankte sich Rosenkranz: "Ich vermute, dass ist mit das Schönste heute."

Schön war freilich eine gute Stunde später auch der Empfang in der Sekundarschul-Turnhalle am Schoelkensdyck, die für den feierlichen Anlass schön herausgeputzt worden war. Rund 350 Gäste fanden sich ein, um dem scheidenden Bürgermeister für den Ruhestand alles Gute zu wünschen. Und die nicht an lobenden Worten sparten für die Leistungen des Wachtendonker Verwaltungschefs. Rosenkranz könne "mit Freude und Stolz in den Spiegel schauen", betonte der 1. stellvertretende Bürgermeister Andreas Böhm, der unter den Zuhörern 13 Bürgermeister, die stellvertretende Landrätin Hubertina Croonenbroek und Bundesministerin Barbara Hendricks begrüßte. Er stellte die Zugänglichkeit des scheidenden Bürgermeisters heraus und das Bemühen, immer allen gerecht zu werden. Die gute, zielorientierte Sachpolitik in Wachtendonk sei nicht zuletzt das Verdienst von Udo Rosenkranz.

Ludwig Ramacher, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Grünen, sprach für die sechs Ratsparteien. Rosenkranz habe sich um die Gemeinde sehr verdient gemacht, urteilte er. Der Erhalt des Naturbades, das Bemühen um eine weiterführende Schule und das Engagement in der Jugendarbeit waren einige der von Ramacher erwähnten Stationen während der Laufbahn von Rosenkranz. "Sie haben ein gut bestelltes Haus hinterlassen", sprach Pfarrer Ralf Lamers im Namen der Kirchen. Er dankte für die vertrauliche Zusammenarbeit und die persönliche, menschliche Ebene. Die Gemeinde erfahre für Neubürger eine freundliche und interessante Gestaltung, spielte der Geistliche auf die unter Rosenkranz' Ägide auf über 8000 gestiegene Einwohnerzahl an. "Wir hätten Sie gerne noch ein paar Jahre als Chef behalten", fasste Ingrid Cornelissen, die Vorsitzende des Personalrates, die Qualitäten des Bürgermeisters im Umgang mit den Mitarbeitern zusammen.

In seiner Abschiedsrede ging Rosenkranz auf seine Polizeilaufbahn vor dem Bürgermeisteramt ein - er brachte es bis zum Kriminalhauptkommissar. "Ruhe bewahren" sei das Wichtigste, das er bei der Polizei beigebracht bekommen habe. Mehr Ruhe und Zeit habe er jetzt für die Familie und seine vielen Hobbys. In der CDU will er Beisitzer bleiben. Und den Posten als Vorsitzender der Wachtendonker Werbegemeinschaft behält er noch bis zum Herbst 2016.

Quelle: RP
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