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Geldern
Woche des Grünkohls in allen Varianten

Geldern. Das regionale Produkt steht bis zum 25. November im Mittelpunkt. Start am Freitag auf dem Wochenmarkt in Geldern mit dem Urgestein des Stadtmarketings Gerd Lange als Vorkoster. 50 Häuser beteiligen sich kreisweit an der Aktion.

Es begann alles mit einem Anruf von Werner Lenzen, Vorstandsmitglied der Gelderner Marktgemeinschaft, bei der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve: "Wir halten die alljährliche Grünkohlwoche für einen besonderen Akzent für die vielen regionalen Produkte. Daher würden wir den Startschuss für eine der nächsten Grünkohlwochen gerne auf dem Wochenmarkt Geldern hören." Nun ist es soweit. Am Freitag, 18. November, um 11 Uhr werden die ersten Teller zur 2016er-Grünkohlwoche auf dem Markt der Land-Leben-Stadt vom Hotel See Park gereicht - zum vor Ort Essen ganz frisch vom Chefkoch Michael Pongs serviert oder zum Mitnehmen.

Mit dabei Gelderns Bürgermeister Sven Kaiser, Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers und viele Kollegen aus den Bereichen Wirtschaftsförderung und Tourismusförderung aller 16 Städte und Gemeinden des Kreisgebietes. Denn inmitten all' derer, die das beliebte Wintergemüse kurz vor der Adventszeit probieren wollen, wird sich einer als "Vorkoster" mit treffsicherem Geschmack beweisen. Gerd Lange, der langjährige Gelderner Tourismusförderer, der Werbering-Geschäftsführer und für Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers das "Urgestein des Stadtmarketing" wird aus dem Kreis der Kollegen verabschiedet. "Er wird uns mit seinen schrägen Ideen fehlen", so die Kollegen vor dem Wochenmarkt-Treffen mit Grünkohl.

Die Marktbeschicker werden mit ureigenen Kartoffel-Grünkohl-Angeboten locken. Es soll Grünkohl-Gerichte aus der Pfanne geben und sogar Omas Grünkohl als Probier-Häppchen sind fest eingeplant. "Die Gelderner haben sich mächtig was einfallen lassen", freut sich die Kreis-WfG über das breite Engagement für diesen lukullischen Vormittag. So werden Grünkohlsträuße gebunden, ein Gewinnspiel rund um den Grünkohl weist auf drei Hauptpreise hin, die als prall gefüllte Schlemmerkisten mit Produkten des Händlers "daherkommen". Selbst die Schüler der Gelderner Michaelschule wollen sich mit frischem Gesang für den guten Start der Grünkohlwoche einsetzen.

In den letzten Jahren hörte man den "Startschuss" zum Auftakt der Grünkohlwoche in Straelen, in der Gemeinde Kranenburg und in der Gemeinde Kerken. Nach Ansicht der Ideengeber soll die Grünkohlwoche neben dem werblichen Impuls für Regionalität und Frische auch einen touristischen Akzent liefern. "Unsere Gäste aus nah und fern sollen erfahren, was man am Niederrhein isst", so die Ansicht der Kreis-WfG. Die einen meinen ja, dass Grünkohl erst nach dem ersten tiefen Frost so richtig schmeckt. Die anderen wollen so lange nicht warten und folgen den ersten Angeboten im Einzelhandel und auf den Bauernmärkten und greifen zu.

Dem Grünkohl, der am Niederrhein zahlreiche Freunde zählt und es wohl auch deshalb zur eigenen Werbe-Woche geschafft hat, ist diese Veranstaltung im Interesse der Hotels, Gaststätten und Fleischer-Fachbetriebe beschert worden. Bis zu 50 Häuser werden sich an der Aktion beteiligen - viele zum wiederholten Mal. Deshalb dürften auch einmal mehr Han Groot-Obbink, der Vorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) im Kreisgebiet, der Dehoga-Geschäftsführer Thomas Kolaric wie auch Heinz Borghs als Vorsitzender der Fleischerinnung dabei sein.

Gleich mehrere Argumente liefert die Kreis-Wirtschaftsförderung dafür, warum die starke Beteiligung der Gastronomie alles andere als verwunderlich ist. So ist das übliche, für den Niederrheiner gewohnte Grünkohl-Gericht mit Koch-Mettwürstchen oder Kasseler auf der Speisekarte bei Preisen um zehn Euro etwas für die Einstiegs-Kategorie.

Auch junge Familien mit Kindern muten es ihrem Haushaltsbudgets zu, mal wieder essen zu gehen. Und der Gastronom hofft, die familiäre Runde beim anspruchsvollen Appetit wieder zu sehen.

Somit liefert die am Freitag startende achte Grünkohl-Woche wie die Spargelzeit ihren Beitrag zur Profilierung der Region als touristische Destination. Mit einem Essen, das so typisch ist für den Kreis Kleve.

Quelle: RP
 
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