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Issum
Wohlfühlhaus: Erweiterung gestartet

Issum: Wohlfühlhaus: Erweiterung gestartet
Rechts im Bild das Wohlfühlhaus, wie es heute auf dem Vogt-von-Belle-Platz steht. Links der geplante Erweiterungsbau, wie er im Sommer 2017 realisiert sein soll. FOTO: Architekturbüro Schroers
Issum. Die jetzige Fläche der Einrichtung reicht nicht mehr aus. Deshalb wird es erweitert und soll dann mehr als doppelt so viel Platz bieten. Ergotherapie als zusätzliches Angebot und Wunsch nach Apotheke. Von Antje Seemann

Die Grube ist ausgehoben, die ersten Baustellenmaschinen stehen schon auf dem Vogt-von-Belle-Platz in Issum. Jetzt haben Elke und Roland Borgmann vom Wohlfühlhaus die Baustelle für den Erweiterungsbau offiziell mit Bürgermeister Clemens Brüx eröffnet. Darüber, dass es jetzt losgehen kann, ist Roland Borgmann froh: "Wir platzen hier aus allen Nähten und freuen uns schon, wenn wir das neue Gebäude mit Leben füllen können."

Mit ins Boot geholt haben die Bauherren auch wieder den Architekten Lars Schroers, der schon das erste Gebäude entworfen hat. Er lehnt sich mit der neuen Planung daran an: "Es soll ein modernes Gebäude werden, mit Flachdach, Tiefgarage und einem schwebenden Glasübergang im ersten Obergeschoss, der die beiden Gebäude verbinden soll."

Elke und Roland Borgmann (außen) haben mit Wirtschaftsförderer Franz-Josef Hüls, Bürgermeister Clemens Brüx und Architek Lars Schroers (v.l.) die Baustelle zum Erweiterungsbau des Wohlfühlhauses eröffnet. FOTO: Gerhard Seybert

Das Issumer Wohlfühlhaus ist eine Erfolgsgeschichte. 2006 ging es los auf damals insgesamt 1400 Quadratmetern. 2010 kam schon die erste Erweiterung innerhalb des Gebäudes: Das Dach wurde ausgebaut, das schuf rund 200 Quadratmeter mehr. Der Patient findet hier alles unter einem Dach: Physiotherapie, Logopädie, Allgemeinmedizin, Psychotherapie, Heilpraktiker und Fitness.

Die verschiedenen Therapeuten können sich direkt untereinander austauschen und so besser zusammenarbeiten - zum Wohl des Patienten. Dass dieses Konzept ankommt, zeigt sich auch in den Zahlen: Etwa 1000 Besucher kommen pro Tag ins Wohlfühlhaus, mehr als 50 Mitarbeiter sind hier beschäftigt. Dabei ist die Marke nicht nur hier im Gelderland bekannt: "Wir haben von Kleve bis Köln Kunden", sagt Borgmann. Und das sei auch so gewollt: "Wir wollen regional eine Marke werden für Gesundheit in allen Bereichen."

Dazu beitragen sollen durch die Erweiterung neue Angebote, wie zum Beispiel eine Praxis für Ergotherapie, ein kompletter Seminarbereich für präventive Gesundheitsberatung für Unternehmen sowie eine Gastronomie. Außerdem könnten sich die Borgmanns gut vorstellen, dass auch eine Apotheke und ein Schwimmbad an den Standort passen. Platz genug bietet das neue Gebäude: Insgesamt etwa 2500 Quadratmeter sollen mit der Erweiterung noch mal hinzukommen, 20 neue Arbeitsplätze außerdem entstehen. Das freut auch Bürgermeister Brüx: "Das Wohlfühlhaus trägt zum Wirtschaftsstandort Issum bei und passt mit seinem Konzept aus Erholung und Gesundheit einfach hier hin."

Mit den neuen Möglichkeiten verfolgen die Borgmanns das Ziel, die Qualität noch weiter zu steigern und ihre Patienten wirklich rundum zu versorgen. Roland Borgmann: "Die Patienten können hier den ganzen Tag versorgt werden und haben alles an einem Fleck. Wie in einem ambulanten Reha-Zentrum. Teile des neuen Gebäudes sind auch als Wohnungen geplant. Da könnte man ihnen auch direkt Übernachtungsmöglichkeiten bieten."

Auch die Mischung aus Fitness und Gesundheit soll mit der Erweiterung weiter ausgebaut werden. Wer einmal als Patient im Wohlfühlhaus war, bleibe dann oft als Mitglied im Reha- und Gesundheitsverein Issum, sagt Elke Borgmann: "Besonders viele Ältere wollen sich so lange fit halten, wie es geht. Die kommen dann hier dreimal die Woche zum Training."

Deshalb bekommt auch der Gerätebereich deutlich mehr Platz als bisher: Im jetzigen Gebäude stehen dafür rund 300 Quadratmeter zur Verfügung, im neuen sollen es dann 800 sein.

Wenn die Bauarbeiten wie geplant laufen, hoffen die Borgmanns, dass die Erweiterung im Sommer 2017 fertig ist. Wie viel Geld sie für das Projekt in die Hand nehmen, verraten sie aber auch diesmal nicht.

Quelle: RP
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