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Serie "die Eigenen Vier Wände", Präsentiert Von Den Sparkassen Geldern, Straelen, Goch-Kevelaer-Weeze
Wohn-Riester: Schlechtes Image, guter Ertrag

Geldern. Aktuell sind die Zinsen günstig wie nie. Daher spielen viele mit dem Gedanken, sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Doch die Häuslebauer sollten nicht nur die Zinsen, sondern auch Fördermöglichkeiten im Auge haben.

GELDERLAND "Nichts zu verschenken" ist ein Leitspruch der Sparkasse, auch wenn es um die Baufinanzierung geht. Worauf Häuslebauer diesbezüglich achten sollen und welche Fördermöglichkeiten es gibt, erläutern die Experten der Sparkasse Goch-Kevelaer-Weeze, Kreditberaterin Sabine Wolters-Horsch und Kundenberater Georg Ries.

Die Zinsen sind im Moment tief wie nie. Also der ideale Zeitpunkt zum Hauskauf?

Sabine Wolters-Horsch Natürlich sind die historisch niedrigen Zinsen aktuell ein besonderer Anreiz. Aber kein Bauherr sollte den Fehler machen, nur auf die Zinsen zu schauen. Wichtig ist, die Gesamtsituation zu sehen. Da geht es dann auch um Fragen wie: Wie viel eigenes Kapital habe ich zur Verfügung, wann sind eventuell Bausparverträge zuteilungsreif, wie viel finanzielle Belastung im Monat kann ich mir heute und zukünftig - bei vielleicht deutlich höheren Zinsen - leisten?

GEORG Ries Wichtig ist auch die Frage, für wie viele Jahre ich mich binden will. Aktuell ist eher ein langfristiger Vertrag sinnvoll, um sich dauerhaft günstige Zinsen zu sichern. Bei Baufinanzierungen mit 15 Jahren Laufzeit ist durchaus ein Zinssatz mit einer 1 vor dem Komma möglich.

Wenn ich den Wunsch zum Eigenheim habe, wieviel Eigenkapital sollte ich mitbringen?

Wolters-Horsch Die Faustregel lautet: rund zehn Prozent des Gesamtpreises. Bei einem Einfamilienhaus von 250 000 Euro wären das 25 000 Euro. Wichtig ist aber auch, im Blick zu haben, dass auch die Belastung durch die Raten getragen werden kann. Sinnvoll ist es, parallel einen Bausparvertrag quasi im Voraus zu besparen, um sich langfristig die günstigen Zinsen zu sichern und bei Zuteilung eine größere Summe zu tilgen. Es gibt da verschiedene Möglichkeiten. Wichtig ist, dass die Finanzierung so gewählt wird, dass die Belastung in etwa gleich bleibt.

Viele Häuslebauern interessieren sich auch für die Fördermöglichkeiten.

Wolters-Horsch Zu Recht, denn auch damit lässt sich viel Geld sparen. Einmal gibt es Fördermittel der Wohnungsbauförderanstalt, die einkommensabhängig bewilligt werden. Zusätzlich gibt es Kredite über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Bei der Beantragung sind wir gerne behilflich. Damit werden Initiativen unterstützt, um das Haus energieeffizient oder seniorengerecht aus- oder umzubauen, und natürlich bei der Schaffung von neuem Wohneigentum.

Ries Hier profitiert man gleich doppelt. Einmal durch die Fördermittel, zum anderen gehen durch Investitionen in energetischen Ausbau auch die Nebenkosten herunter. Auch hier gibt es also nichts zu verschenken. Die Abwicklung der Anträge für die KfW-Förderung läuft übrigens ganz bequem über die Sparkasse.

Ein Thema ist immer wieder Wohn-Riester, also die Möglichkeit, einen Riestervertrag zur Immobilienfinanzierung zu nutzen. Viele schreckt aber scheinbar ab, weil es arg kompliziert sei.

Ries Für scheinbar Kompliziertes finden wir aber Lösungen. Denn Wohn-Riester ist gerade im Immobiliensektor ein interessanter Baustein. Attraktiv ist Riester vor allem wegen der Zulagen, 154 Euro gibt es für den Vertragsinhaber, für Kinder, die vor 2008 geboren sind, 185 Euro, und für Kinder, die danach geboren sind, sogar 300 Euro im Jahr. Dazu kommt die Steuerersparnis. Wohn-Riester kann wie ein Bauvertrag eingesetzt und auch direkt zur Tilgung genutzt werden.

Trotzdem halten viele Riester einfach für zu kompliziert.

Wolters-Horsch Es ist wichtig, sich hier Zeit zu nehmen, um sich im persönlichen Gespräch das System erläutern zu lassen. Es geht da um bares Geld, das sollte niemand verschenken. Im Grunde ist das Prinzip ganz einfach: Beim Riester-Bausparen erhöhen die Zulagen in der Sparphase zunächst das Eigenkapital. In der Darlehensphase werden sie in die Tilgung gesteckt. Dadurch ist der Bauherr schneller schuldenfrei.

Mancher, der derzeit noch höhere Zinsen hat, schielt neidisch auf die günstigen Konditionen des Nachbarn. Bietet sich dafür eine Lösung an?

wolters-Horsch Für solche Fälle gibt es das sogenannte Forward-Darlehen. Ich kann mir damit schon jetzt den aktuellen Zinssatz sichern, auch wenn meine Zinsbindung erst in einiger Zeit ausläuft - maximal 36 Monate vorher. Für diese Zinssicherheit gibt es einen kleinen Aufschlag, aber aktuell lohnt sich das für viele. Wir gehen mit diesem Thema auch auf viele Kunden zu, denn hier geht es für sie um bares Geld.

DAS GESPRÄCH FÜHRTE RP-REDAKTEUR SEBASTIAN LATZEL.

Quelle: RP
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