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Serie "Bauen und Wohnen"
Wohnen mit Blick auf den Rhein

Serie "Bauen und Wohnen": Wohnen mit Blick auf den Rhein
Das Filetstück von Emmerich: die Promenade. Neben Gastronomie bietet die Flaniermeile auch attraktives Wohnen direkt am Rhein. FOTO: Markus van Offern
Kreis Kleve. Objekte direkt an der Promenade sind in Emmerich und Rees begehrt. In Rees wird gerade das letzte städtische Grundstück am Fluss entwickelt. Entstehen soll ein Haus mit einem Mix aus Gastronomie und Wohnen. Von Christian Hagemann und Sebastian Latzel

Dass der Blick auf den Rhein beliebt ist, war seinerzeit schon den Investoren bewusst, die das neue Hotel an der Promenade in Rees planten. Daher ließen sie noch einmal das Konzept ändern und integrierten neben den Hotelzimmern auch noch Wohnungen in den Komplex. Die waren heiß begehrt und schnell vergeben - und auch weiterhin sind Wohnungen direkt am Fluss begehrt. Kein Wunder also, dass die Stadt die Vermarktung ihres Grundstücks am Rhein anstrebte, obwohl der benachbarte Kanuverein davon gar nicht begeistert war, weil er die Fläche lange Zeit nutzen konnte.

"Das ist ein echtes Filetstück und das letzte in städtischer Hand, daher sind wir an einer ansprechenden Entwicklung des Objekts interessiert", erläutert Wirtschaftsförderer Heinz Streuff von der Stadt Rees. Festgeschrieben ist, dass unten in das Gebäude Gastronomie einziehen soll. Eben das hat das Projekt etwas verzögert. Inzwischen ist aber auch dafür ein Betreiber gefunden, wie Streuff erläutert. Die Bauanträge für das Haus sind in der vergangenen Woche genehmigt worden. Einen Schritt weiter ist die Kommune auch bei der Vermarktung von Häusern in der Empfängerstraße und Jungblutstraße. Diese Objekte liegen zwar nicht direkt am Rhein, sind aber nur einen Steinwurf weit entfernt. "Hier sind die Verträge fertig, der Investor will hier Miet- und Eigentumswohnungen bauen", sagt Streuff, der sicher ist, dass die Objekte "mit Kusshand" genommen werden.

FOTO: van Offern Markus

Das bestätigen auch Immobilienmakler wie Simon Vos. "Der Rhein zieht einfach die Leute, da ist Bewegung direkt vor der Haustür", berichtet er. Die Lage da sei mehr als begehrt. Das wirkt sich natürlich auf den Preis aus. Rund 3000 Euro pro Quadratmeter kostet eine Wohnung am Rhein, für ein vergleichbares Objekt in der City von Rees müssen Käufer rund 400 Euro weniger zahlen. Der Rheinblick hat eben seinen Preis. Aber den sind die Käufer bereit, zu zahlen. "Eine Wohnung am Rhein bleibt nicht lange frei", sagt Vos.

Ähnlich ist die Situation in der Nachbarstadt. Auch in Emmerich gibt es eine Reihe von begehrten Wohnlagen. Eine davon ist zweifelsohne die Rheinpromenade.

Mit der kompletten Neugestaltung der Rheinmeile vor einigen Jahren setzte eine neue Begeisterung für die Promenade ein. Der gelungene Neubau mit zahlreichen gastronomischen Einrichtungen, aber auch einer liebevoll gestalteten Aufenthaltsqualität setzte neue Maßstäbe am Rhein. Folglich schossen die Preise am Rhein in die Höhe. In der absoluten Boomphase waren 4000 Euro pro Quadratmeter keine Seltenheit. Mittlerweile hat sich die Lage wieder ein wenig beruhigt. Doch das neueste Bauprojekt, das in diesem Jahr in Angriff genommen wird, zeigt die Hochwertigkeit der Lage. Eine Emmericher Bauunternehmung will im Spätsommer zwei nebeneinander liegende Wohnhäuser abreißen und Eigentumswohnungen neu bauen.

Der Verkaufspreis liegt je nach Lage der Wohnung und Ausstattung bei 3250 bis bis 3500 Euro pro Quadratmeter. Dass diese Preise auch bezahlt werden, zeigt ein Bauprojekt der Stadtsparkasse Emmerich-Rees, das vor zwei Jahren beendet wurde und unweit der Martinikirche liegt. Die hochwertigen Wohnungen fanden neue Besitzer. Und das wird vermutlich nicht anders sein nur wenige Meter weiter entfernt. Auch für den Bereich zwischen Fährstraße und Martinikirche sind Neubauten beziehungsweise Aufstockungen der bestehenden Bebauung geplant.

Einziges Sorgenkind an der Promenade ist das alte Zollamt am Rheinpark. Die Statik des Gebäudes sorgt für eine aufwändige Umgestaltung des architektonisch hochwertigen Gebäudes. An die Immobilie hat sich bislang noch niemand gewagt.

Quelle: RP
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