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Wachtendonk
WWG befürchtet "Wachtendonk-first-Politik"

Wachtendonk. "IHK" steht in den Kommunen der Region längst nicht mehr allein für die Industrie- und Handelskammer. "Integriertes Handlungskonzept" heißt das neue Zauberwort, um die Städte und Gemeinden nach vorn zu bringen.

Einigt man sich auf einige Maßnahmen, um die Innenstädte attraktiver zu machen, kann man mit erheblicher Landesförderung rechnen. Da möchte Wachtendonk mit dabei sein und brachte in der Ratssitzung am Donnerstag das Verfahren auf den Weg. Etliche Veranstaltungen und Workshops mit Bürgerbeteiligung werden in den nächsten Monaten folgen.

Die Wankumer Wählergemeinschaft hat eigentlich auch nichts gegen die Aufstellung des Konzeptes für die Gemeinde Wachtendonk, betonte gestern der Fraktionsvorsitzende Matthias Küppers. Trotzdem hat seine Fraktion sich bei der Abstimmung geschlossen enthalten. Der Grund: Auf die Frage des WWG-Ratsmitgliedes Simon Kretschmer, wieso in der Präsentation kein Handlungsbedarf für den Ortsteil Wankum zu erkennen sei, antwortetet Bürgermeister Aengenendt, dass zunächst vorgesehen sei, sich bei diesem Projekt auf den Ortskern Wachtendonk zu konzentrieren.

"Dieses trennende Verhalten mit ,Wachtendonk first' und erst dann Wankum hat vor Jahren zur Gründung der WWG geführt", erinnert der WWG-Vorsitzende Peter Philipps, der die Sitzung im Publikum verfolgte. Die Wankumer Bevölkerung werde sich ihre eigenen Gedanken machen und beim nächsten Bürgerstammtisch werde der Bürgermeister sich dazu erklären müssen. Küppers, auch als Ortsvorsteher von Wankum, abschließend: "Jetzt ist der Auftrag erstmal auf den Weg gebracht. Und das finden wir auch gut so. Nun wollen wir versuchen, gemeinsam mit Mitgliedern aus den anderen Ratsfraktionen auch den Ortsteil Wankum in dieses Konzept aufnehmen zu lassen."

(möw)
 
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