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Issum
Xhordi: Erst Ausreise - dann Rückkehr möglich

Issum. Viele schlaflose Nächte liegen hinter Gaby Tebeck. Gemeinsam mit ihrem Mann Uwe, dem Trainer des SV Issum International, und vielen engagierten Issumern kämpft sie für den 17-jährigen Xhordi. Sie wollen, dass er bleibt, als Fußballspieler und Freund. Vergangene Woche wurden er und seine Familie frühmorgens zum Flughafen gebracht und sollten abgeschoben werden. Glück im Unglück: Der Flug war überbucht. Gestern war das Gespräch bei der Ausländerbehörde des Kreises Kleve.

"Sachlich und freundlich", beschreibt Gaby Tebeck die Atmosphäre. Alle Anträge auf Ausbildungsduldung wurden allerdings abgelehnt. Xhordi hatte beim Issumer Metallbauunternehmen Vos eine Lehre angefangen. Nach zwei Stunden Gespräch ergab sich folgende Option: Damit Xhordi die Ausbildung starten kann, muss er zunächst die freiwillige Rückkehr nach Albanien beantragen und ausreisen. Die Bundesagentur für Arbeit muss der Ausbildung außerdem zustimmen. Bei der deutschen Botschaft in Albanien muss dann noch ein Ausbildungsvisum beantragt werden, damit Xhordi wieder legal einreisen kann.

"Es sind noch einige Hürden zu nehmen. Dem Visum muss ja auch zugestimmt werden", sagt Gaby Tebeck. Gerade Xhordi sei nach dem Gespräch mit der Behörde hoffnungslos gewesen, beschreibt es die Issumerin. "Wir werden auf jeden Fall nicht aufgeben und diesen Weg gehen", sagt sie. Man werde weiter für Xhordi kämpfen. Aber erst einmal müssten auch ein paar Stunden Schlaf nachgeholt werden. "Wir hoffen weiterhin auf einen glücklichen Ausgang", sagt Gaby Tebeck.

(bimo)
 
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