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Issum
Xhordis Rückkehr nach Issum verzögert sich

Issum. Am Donnerstag verabschiedete die Issumer Familie Tebeck "ihren" Xhordi noch sehr hoffnungsvoll mit dem Wunsch auf ein baldiges Wiedersehen. Diese Hoffnung wurde zerstreut. Kurz vor dem Abflug bekam der 17-Jährige die Mail mit dem Termin der Botschaft in Tirana. In der Botschaft muss das Visum für die Ausreise nach Deutschland beantragt werden. Denn der 17-Jährige möchte auf jeden Fall zu seinen Freunden der Fußballmannschaft vom SV Issum International zurück und die bereits angefangene Ausbildung beim Gelderner Unternehmen Metallbau Vos beenden. Der Kreis Kleve hatte sich deswegen um eine Verkürzung der zehnmonatigen Einreisesperre gekümmert, so dass Xhordi schon nach 14 Tagen ab Ausreise zurückkehren könnte. Der Termin in der albanischen Botschaft ist allerdings erst am 25. Januar 2018, also in zwei Monaten.

An dem Termin bekommt er auch nicht direkt sein Visum, sondern reicht nur die erforderlichen Unterlagen ein. Der Rest besteht wieder aus Hoffen und Warten. "Xhordi ist natürlich sehr deprimiert in das Flugzeug gestiegen", beschreibt Gaby Tebeck die Gefühlslage des jungen Mannes. Ihre Familie hat soweit alles vorbereitet und möchte Xhordi für die Zeit seiner Ausbildung in der Familie aufnehmen und unterstützen. "Man kann sich also ganz leicht ausrechnen, dass mit der Visumvergabe erst im Frühjahr 2018 zu rechnen ist. Dann ist das erste Lehrjahr schon fast gelaufen!", heißt es auf der Facebookseite vom SV Issum International. Die Mannschaft und Trainer Uwe Tebeck hatten sich für eine Ausbildungsduldung eingesetzt. Nun musste Xhordi doch erst nach Albanien zurück, um wieder nach Deutschland einreisen zu dürfen. Allerdings sind noch einige bürokratische Hürden zu nehmen. "Die Unterlagen für die Botschaft sind für Xhordi so wichtig, er legt sie nicht aus der Hand", sagt Gaby Tebeck.

(bimo)
 
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