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Straelen
Zauberhaftes Weihnachtsmärchen

Straelen: Zauberhaftes Weihnachtsmärchen
Die Zuschauer im Straelener Forum sahen eine liebevolle Inszenierung des Märchen-Klassikers "König Drosselbart". FOTO: gerhard Seybert
Straelen. Das Kameradschaftliche Liebhabertheater präsentierte mit wunderbaren Kostümen und fantastischem Bühnenbild "König Drosselbart". Damit verzauberten die Akteure die Zuschauer. Von Christoph Kellerbach

Das Kameradschaftliche Liebhaber-Theater (KLT) präsentierte sein neues Weihnachtsmärchen "König Drosselbart", das Groß und Klein in Straelen und darüber hinaus begeisterte. Die Premiere fand am Sonntag auf der Bühne des Forums des Gymnasiums statt, und ab 16.30 Uhr gab es gleich die nächste Aufführung.

Seit den Herbstferien wurde geprobt. Mit insgesamt 35 Akteuren und Helfern vor und hinter der Bühne war wieder ein großes Team für das Gelingen der märchenhaften Vorstellungen zuständig. Der Altersdurchschnitt reichte dabei von neun bis 55 Jahre. Es gab zehn Sprechrollen beim "König Drosselbart", das von Thomas Meuser inszeniert wurde.

Das Stück handelte von der jungen und eingebildeten Prinzessin Luzinella (vielseitig: Evi Delbeck). Sie machte sich über jeden heiratswilligen Prinzen lustig, der ihr begegnete, so auch über jenen, den sie schnippisch "König Drosselbart" (facettenreich: Florian Maaßen) nannte. Ihr Vater, der König Ehrenfried (charmant in seiner Verzweiflung: Michael Pooth) konnte das Verhalten seiner Tochter gar nicht mehr mit ansehen und erklärte, dass der nächste Bettler seine Luzinella zur Frau bekommen soll. So passiert es dann auch, sehr zum Schrecken des ganzen Hofes, wie etwa dem Bediensteten Erbrich (beste Mimik: Patrick Pleumann).

Die Prinzessin muss sich nun auf ein Leben in Armut einstellen und, wortwörtlich, von ihrem hohen Ross herunterkommen. Durch die Arbeit auf dem Markt trifft sie Tusnelda (Katarina Riemel), Elli (Lea Siebers), Nelli (Clarissa Struzena) und den Chefkoch (Thomas Meuser). Das gesamte Stück wird dabei kommentiert von den beiden quirligen Vögeln Renzino (Lisa Lemmen) und Turdili (Claudia Siebers).

Diese halfen den jungen Gästen im Publikum nicht nur dabei, alle Elemente des Märchens zu verstehen, sondern integrierten die großen und kleinen Gäste auch immer wieder mit verschiedenen Zwischenrufen und Aufgaben ins eigentliche Geschehen.

Überhaupt zeigte das KLT wieder einmal, dass es mit viel Liebe zum Detail an die Arbeit geht. Von der sympathischen Einleitung durch den für die Technik zuständigen Ansgar Delbeck über das Einbeziehen des gesamten Saales in das Stück bis hin zum fantastischen Bühnenbild. Dieses hatte links neben der Bühne mehrere Türme, die die Burg von König Ehrenfried symbolisierten, während rechts an der Seite ein weiter Aufbau mit dem kleinen Haus des Bettlers stand. Als die Vorhänge schließlich zur Seite fuhren, wurde auch das eigentliche Hintergrundbild klar. Auf der einen Seite der Bühne schloss die Stadt mit dem Markt an das Schloss an, während auf der anderen Hälfte ein Wald zu sehen war, der schließlich zur Wohnung am Rand überleitete. So kam alles zu einem absolut erstklassigen Panorama-Bühnenbild zusammen.

Quelle: RP
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