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Issum
Zertifikat und Tipps für Issums Dorfleben

Issum: Zertifikat und Tipps für Issums Dorfleben
Clemens Brüx hat gut lachen. Umweltministerin Hendricks überbrachte die Auszeichnung. FOTO: gemeinde
Issum. Fast fünf Tonnen Kohlendioxid werden über die gesamte Lebensdauer eingespart und außerdem 85 Prozent der Stromkosten: So lautet die positive Bilanz der neuen LED-Straßenbeleuchtung der Gemeinde Issum. Dafür gab es nun ein Zertfikat, das Bundesministerin Barbara Hendricks persönlich an Bürgermeister Clemens Brüx überbrachte. Immerhin gab es aus ihrem Ministerium im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative 100.000 Euro. Brüx blättert ein bisschen zurück und stößt auf den Beschluss vom 1. Dezember 2015 vom Bauausschuss. "Da war ich gerade sechs Wochen im Amt", sagt der Bürgermeister. Veranschlagt wurden damals 800.000 Euro. 1800 Lichtpunkte sind saniert worden, in Schaltkästen ist investiert worden, und es habe Lückenschlüsse gegeben, also mehr Laternen stehen nun in einigen Straßen. Hendricks lobt, das gebe mehr Sicherheitsgefühl. Von Bianca Mokwa

Die Bundesministerin nimmt sich aber auch noch Zeit für ein paar andere Themen. Sie plädiert für Sozialwohnungen in der Gemeinde Issum, denn immerhin 40 Prozent der Menschen hätten einen Anspruch auf Sozialwohnungen. "Wenn ich als Kommune Baurecht vergebe, würde ich auch bei der Vergabe an Investoren Bedingungen knüpfen", macht sie einen deutlichen Vorschlag. "Sie holen sich da keine Problemviertel rein, das ist totaler Quatsch, das sind ganz normale Menschen, die hätten nur gerne bezahlbaren Wohnraum", sagt Hendricks und nennt als Zielgruppe Alleinerziehende, "praktisch alle Witwen" und Familien mit zwei Kindern, in denen der Mann der alleinige Hauptverdiener ist.

Sie fragt außerdem nach, ob es ein Leerstandsmanagement gebe. "Ich meine nicht die Geschäfte, ich weiß ja nicht, ob das besser geworden ist." Sondern sie meint Einfamilienhäuser aus den 1970/80er Jahren. "Wenn der Generationenwechsel nicht gelingt, haben Sie Leerstand", warnt die Ministerin. Als Positivbeispiel nennt Thomas Schwolow von der Gemeinde Issum die Vogelsiedlung. "Wie steht es denn aktuell um die Gastronomie bei Diebels?", will die Ministerin noch wissen. "Schlecht", lautet die Antwort von Brüx. "Es wäre schön für Issum, wenn es anders wäre, und es muss ja nicht sieben Tage die Woche auf sein", fügt er an.

Quelle: RP
 
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