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Issum
Zukunft des Second-Hand-Ladens bleibt ungewiss

Issum. Vergangene Woche kam die Kündigung per Einschreiben. Das Aus für den Second-Hand-Laden des Familienzentrums Ki-IsS in Haus Gelderner Straße 11 rückt immer näher. Das Geschäft muss weichen, damit ein Durchgang zum Platz "An de Pomp" geschaffen werden kann. Der Platz soll neue Dorfmitte werden (die RP berichtete).

"Die Ehrenamtlichen leben noch in der Hoffnung, dass die Entscheidung neu bedacht wird", sagt Regina Kampmann, Ki-IsS-Organisatorin. "Wir sind zwar Ehrenamtliche, aber wir sind auch Bürger", äußert sich Anja Schild. Sie ist Issumerin und von Anfang an engagiert im Second-Hand-Laden. Sie hat die Unterschriftenaktion organisiert, in der sich 1500 Issumer für den Erhalt des Ladens an dem heutigen Standort aussprechen (die RP berichtete ebenfalls).

Die Kündigung des Second-Hand-Ladens ist auf den 30. April datiert. "Wir arbeiten so, als ob wir noch zehn Jahre hier bleiben, aber auch so, als ob wir am 30. April raus müssten", fasst es Kampmann zusammen. Dazu gehört auch, den Blick für Alternativen offen zu halten.

Zwei ständen zur Option. Es gibt das Angebot, in den ehemaligen Schlecker-Markt in Sevelen (gegenüber dem Friedhof) zu gehen. Mit 580 Quadratmeter und einem trockenen Keller wäre auf jeden Fall genügend Präsentationsfläche vorhanden. Allerdings würde nur die Hälfte der 42 Ehrenamtlichen mit nach Sevelen gehen. Anja Schild erklärt, dass viele Ehrenamtliche bereits älter seien und weniger mobil. Die zweite Alternative wäre zurück zu den Wurzeln, also in den ehemaligen Frisörsalon auf der Kapellener Straße 33. Hindernis ist dort aber die geringe Ladengröße von nur 100 Quadratmetern und die Treppenstufen, die in den Laden führen. Kunden mit Kinderwagen oder Rollatoren haben es da schwer.

Am morgigen Donnerstag möchten die Ehrenamtlichen mit den Issumer Politikern ins Gespräch kommen. Sie wollen Kopien der Unterschriften übergeben und damit den Wunsch der Bürger noch einmal verdeutlichen. "Wir können jetzt nicht alles fallen lassen, die Bürger haben ihre Unterschriften gegeben", sagt Anja Schild angesichts der Kündigung.

(bimo)
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