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Geldern
Zum Aufhorchen: Fielmann mit Akustik-Abteilung

Geldern. Als die Fielmann-Kette ihre Filiale an der Issumer Straße in Geldern im Mai 2015 nach Renovierung wieder öffnete, war es noch ein Projekt. Jetzt ist es realisiert worden: Ab sofort gibt es in dem Augenoptik-Geschäft auch eine Hörgeräte-Akustik-Abteilung. Damit strebt das Unternehmen einen ähnlichen Umbruch auf dem Markt an wie vor gut 40 Jahren bei den Brillen.

15 Millionen Menschen in Deutschland hören nicht richtig, aber nur drei Millionen tragen ein Hörgerät. Das heißt: "Zwölf Millionen verzichten auf gutes Hören, oft aus Angst vor ,Opas Hörknochen'", spielt Lisa Steinkamp auf die Dimensionen älterer Geräte an. Die Hörgeräteakustikermeisterin ist die technische Betriebsleiterin bei Fielmann-Akustik in Geldern. Sie will den Menschen die Angst vor Hörgeräten nehmen, denn "diese sehen komplett anders aus als früher".

Die junge Frau verweist auf einige Modelle, einige am Ohr zu tragen, einige aber auch so genannte "In dem Ohr"-Geräte. Zum Teil sind es Mini-Computer fürs Ohr, die zum Beispiel Störgeräusche wie Straßenlärm unterdrücken und mit Zusatzgerät Musik empfangen. "Wir erfüllen den Kassenstandard deutlich", versprechen die "Fielmänner". Die Modelle, halb so groß wie herkömmliche Kassenausführungen, trügen dazu bei, die Träger nicht länger zu stigmatisieren.

"Die Nachfrage ist groß", berichtet Niederlassungsleiter Johannes Aaldering. Insgesamt 50 Quadratmeter groß ist die Akustik-Abteilung. Sie umfasst unter anderem zwei jeweils acht Quadratmeter große Räume für Hörtests und Beratung und zwei schalldichte Anpasskabinen. Mittels einer Dolby-Surround-Anlage lassen sich Hörsituationen simulieren, etwa Autofahren mit Radio an.

"Bitte immer einen Termin vereinbaren", rät Lisa Steinkamp. Denn die Beratung und die Feinjustierung für das beste Resultat seien intensiv.

(kla)
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