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Bärbel Wolters
Zusammenhalt in der Stadt soll wachsen

Bärbel Wolters: Zusammenhalt in der Stadt soll wachsen
Bärbel Wolters FOTO: Seybert, Gerhard (seyb)
Geldern. Die Christdemokratin ist jetzt die 2. stellvertretende Bürgermeisterin von Geldern, nachdem ihre Vorgängerin Christel Borgmann sich zurückgezogen hat. Sie spricht über ihre Wünsche für Geldern, ihre Ziele und die Lage in der CDU.

In der CDU gab es zuletzt reichlich Spannungen zwischen Gegnern und Unterstützern des ehemaligen Bürgermeisters Ulrich Janssen. Ihre Vorgängerin, Christel Borgmann, selbst Unterstützerin, hat ihr Ratsmandat abgegeben. Wie ist im Augenblick die Stimmung in Ihrer Partei?

Bärbel Wolters Im Moment ist die Stimmung gut. Ich fand sowieso in der ganzen Zeit, in der ich dabei bin, immer, dass es ein angenehmes Arbeiten war. Es war natürlich eine Zeit lang nicht einfach, man muss sich auch wieder finden. Aber mit dem neuen Bürgermeister, da wird das.

Das heißt, der Konfliktstoff in der CDU ist Geschichte?

Wolters Ich würde sagen, wohl. Ich kann nur sagen, wie es in den Fraktionssitzungen ist, wie wir miteinander umgehen. Und da ist die Stimmung wirklich gut.

Was können Sie persönlich für das "Wir-Gefühl" tun?

Wolters Ich bin für ein harmonisches Miteinander da. Für ein Wir-Gefühl stehe ich. Natürlich bin ich in meiner Rolle jetzt noch nicht so richtig drin. Ich weiß, was meine Aufgaben sind; dass ich die Stadt Geldern repräsentieren soll. Ich freue ich darauf, aber was genau da auf mich zukommt, weiß ich auch noch nicht. Na ja, man kann mit offenen Ohren herumlaufen, auf Leute zugehen, das finde ich sehr wichtig.

Sie bekleiden noch nicht lange Posten in der CDU, jetzt haben Sie gleich ein wichtiges Amt. Was hat zu dieser Entscheidung geführt?

Wolters Natürlich habe ich mir erstmal Gedanken gemacht: Oh Gott, kann ich das überhaupt? Aber dadurch, dass es eine repräsentative Aufgabe ist und ich mich sehr gerne für Menschen öffne und mit Menschen zu tun habe, dachte ich: Doch, das ist vielleicht was für mich. Im Moment ist manches noch schwierig, weil ich Situationen noch nicht kenne, nicht weiß, was da auf mich zukommt und wie man sich dann richtig verhält. Aber es gibt ja Leute, mit denen man reden kann.

Was wünschen Sie sich für Geldern?

Wolters Dass die Ortschaften eingebunden werden, dass der Zusammenhalt wächst. In Gemeinschaft - auch der Ortschaften mit der Stadt - ist vieles leichter. Die Fragen rund um die Schulen müssen geklärt werden: Neubau oder nicht? Das muss entschieden werden im Sinne der Eltern und Kinder - vor allem im Sinne der Kinder. Und ich möchte, dass wir eine gute Land-Leben-Stadt haben. Es muss für Alt und Jung passend sein.

Wie möchten Sie Geldern repräsentieren?

Wolters Offen und zugänglich, das ist mir das Wichtigste. Ich möchte alles positiv sehen und das auch rüberbringen. Offen für Gespräche sein, dass Leute auf mich zukommen und vielleicht ein bisschen Vertrauen haben. Ich möchte allen sagen: Kommt!

Ist es für Sie dabei auch von Vorteil, dass Sie keine lange Partei-Geschichte haben? Sie sind ein unbeschriebenes Blatt.

Wolters Ich bin ein neues Gesicht, ja. An und für sich finde ich das gut. Bei den alten Geschichten bin ich außen vor, davon habe ich nur in der Zeitung gelesen, da muss ich nicht nachkarten. Ich versuche auch in der CDU, frisch an Sachen heran zu gehen. Da hat man vielleicht einen Vorteil, wenn man neu reinkommt.

Wovor haben Sie Angst?

Wolters (lachend) Vor so was hier! Ein Interview zu geben - das habe ich noch nie gemacht. Eine Rede halten. Spontan etwas sagen müssen. Das sind Sachen, in die man hineinwachsen muss. Das muss ich einfach lernen. Aber ich wette, das kommt noch. Ich sehe das alles ganz positiv.

DIE FRAGEN STELLTE SINA ZEHRFELD.

Quelle: RP
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