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Geldern
Zuspruch für Walbecks Schloss-Pächter

Geldern: Zuspruch für Walbecks Schloss-Pächter
Pächter Daniel van Bonn im Eingang von Schloss Walbeck. FOTO: Binn
Geldern. Nach der Kritik an den Begleitumständen einer Fantasy-Veranstaltung bekommt Daniel van Bonn jetzt Unterstützung aus der Nachbarschaft. Die Mehrheit stehe den Aktivitäten positiv oder neutral gegenüber. Von Michael Klatt

Nach der Kritik aus der Nachbarschaft gibt es jetzt Zuspruch für Daniel van Bonn. Wie berichtet, ärgern sich Anwohner über den Pächter von Schloss Walbeck wegen einer fünftägigen Fantasy-Veranstaltung, die für reichlich Unruhe und Störungen gesorgt habe. Nicole van de Locht, ebenfalls Anwohnerin, bezweifelt, dass die Kritiker für die Mehrheit der Nachbarn sprechen. "Ich glaube, dass die meisten den Aktivitäten des Herrn van Bonn eher positiv oder neutral gegenüber stehen", äußerte sie sich gestern gegenüber der RP. Es gebe ganz viele Unterstützer.

Sie sei nun wirklich kein Mittelalter-Fan, betont die Walbeckerin. Doch sie und ihr Lebensgefährte Tony Weber hätten sich durch das Auftreten von Märchengestalten, Magiern und Rittern in keiner Weise gestört gefühlt. Und auch ihre knapp einjährige Tochter habe zu keinem Zeitpunkt Angst haben müssen wegen übermäßigen Lärms. "Es war überhaupt nicht laut, wir als Nachbarn durften die Veranstaltung besuchen." Die Teilnehmer hätten sich rücksichtsvoll verhalten. So sei während einer Reit-Therapie alles ruhig geblieben, so, wie es im Vorfeld besprochen worden sei. Nicht zuletzt deshalb habe es viel positives Feedback gegeben. Auch nach van Bonns Aussagen war es während der Rollenspiele nicht laut zugegangen.

Es sei dabei sogar noch zu einem positiven Nebeneffekt gekommen, berichtet Nicole van de Locht. "Hundefallen, die zufällig gefunden wurden, sind in das Rollenspiel eingebaut worden. Die Gruppen haben die Fallen im Wald beseitigt, zum Schutz unserer Hunde."

Die Frau hat den Eindruck, als wollten einzelne Personen einem Jungunternehmer das Leben schwer machen. Ein denkmalgeschütztes Objekt wie das altehrwürdige Schloss Walbeck müsse erhalten werden. Dafür müsse van Bonn durch fünf größere Veranstaltungen pro Jahr auf seine Kosten kommen. "Man sollte ihm für sein Engagement dankbar sein", findet Nicole van de Locht.

Gestern ist es in der Stadtverwaltung zu einem Gespräch zwischen Daniel van Bonn und dem Ordnungsamt gekommen. "Künftig werden wir bis spätestens drei Wochen vor einer Veranstaltung informiert", fasste Stadt-Pressesprecher Herbert van Stephoudt als Ergebnis zusammen. Dann prüfe die Stadt und eventuell auch der Kreis, ob etwas stattfinden könne, so wie etwa bei der Kirmes oder beim Karneval. "Wir wollen nichts verhindern, und auch den Nachbarfrieden wahren."

Quelle: RP
 
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