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Geldern
Zwei neue Schiedsleute für Geldern im Rathaus vereidigt

Geldern. Zwei Männer aus Walbeck stiften ab dem 1. Mai Frieden in der Stadt. Gregorius Wellens und Heinz-Gerd Fleuren sind die neuen Schiedsmänner für Geldern. Wellens wird für die Ortschaften zuständig sein, Fleuren für den Bereich von Geldern-Stadt. Am Donnerstag war die Vereidigung im Rathaus.

Er freue sich "mit einer gewissen Grundspannung" auf das Ehrenamt, sagt der 64-jährige Gregorius Wellens. In seiner beruflichen Laufbahn als Lehrer habe er sich mit der Bewältigung von Konfliktsituationen zwischen jungen Leuten, aber auch zwischen Erwachsenen intensiv beschäftigt. Sei es, dass er selbst als Mediator tätig war, sei es in der Begleitung von jungen "Streitschlichtern".

Heinz-Gerd Fleuren, 65 Jahre alt, bringt Erfahrungen als ehemaliger Polizeibeamter mit. Er nennt seine Devise: "Lass erstmal alle ausreden. Dann bildest du dir ein Urteil. Und dann versuchst du es mit Menschlichkeit." Schon als Polizist habe es ihn zufrieden gemacht, wenn er Streitende zur Versöhnung bringen konnte. Das wünscht er sich auch für seinen neuen Einsatzbereich. Die beiden treten in die Fußstapfen zweier "alter Hasen", die ihre Ämter ab Mai aufgeben.

Martin Buchert war 15 Jahre lang Schiedsmann für den Bezirk Geldern-Mitte. Fred Hörster wirkte zehn Jahre lang in den Ortschaften. Während ihre Nachfolger vereidigt wurden, gab es für Buchert und Hörster Anerkennung von allen Seiten.

"Herzlichen Dank für all diese Mühen", sagte Manfred van Halteren, Vorsitzender der Klever Bezirksvereinigung vom "Bund deutscher Schiedsmänner". "Sie waren zwei gute Schiedsleute", lobte Bürgermeister Ulrich Janssen. Den beiden "Neuen" im Ehrenamt erklärte er außerdem, sie stünden "in einer wichtigen, praktischen und für die Menschen wohltuenden" Tradition. "Sie tragen zum sozialen Frieden bei", wandte sich Jens Singendonk, Richter am Amtsgericht, am Rande von Vereidigung und Verabschiedung an alle vier.

Besonders häufig bekamen Hörster und Burchert es im Laufe der Jahre mit Nachbarschaftsstreitigkeiten zu tun - mitunter mit erbitterten Auseinandersetzungen, deren wahre Ursachen Jahrzehnte zurücklagen.

Gelegentlich ging es auch darum, zwischen Bürgern und der Stadtverwaltung zu vermitteln, und nicht selten meldeten sich ältere Menschen, die Hilfe suchten.

"Es war eine spannende Zeit", blickt Buchert zurück. Vor allem sei die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen bei der Stadt oder beim Amtsgericht immer hervorragend gewesen. "Herzlichen Dank für das, was ich erfahren durfte", sagte Buchert.

(szf)
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