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Goch
140 Arbeitsplätze in neuen Fachmärkten
Goch. Die Münchner Prebag Immobilien 27 GmbH baut vier Fachmärkte im Industriegebiet Am Sandthof/Am Bössershof in Goch: Poco, Edeka, Trinkgut und Fressnapf. Die Eröffnung des Fachmarktzentrums ist für kommendes Jahr geplant. Von Ludwig Krause

In der übernächsten Woche eröffnet der 100. Möbeldiscounter der Kette Poco in Deutschland. "Und für weitere 40 bis 50 sehen wir noch Kapazitäten", sagt Expansionsleiter Jürgen Hildebrandt. Einer davon kommt in die Weberstadt Goch. Ins Industriegebiet Am Sandthof/Am Bössershof um genau zu sein. Dort, wo sich quasi in direkter Anbindung an die A 57 unter anderem bereits ein Swertz-Baumarkt befindet, soll jetzt ein komplett neues Fachmarktzentrum aus dem Boden gestampft werden.

Insgesamt vier neue Märkte mit einer Gesamtfläche von über 15 000 Quadratmetern entstehen dort: Der Discounter Edeka (2235 Quadratmeter), der Getränkemarkt Trinkgut (1011 Quadratmeter), der Haustierbedarf Fressnapf (639 Quadratmeter) und eben Poco (11 399 Quadratmeter). "Wir versprechen uns von Goch, Kleve und den Niederlanden eine ganze Menge", sagt Jürgen Hildebrandt. Man habe den Standort bei seinen Expansionsplänen schon lange im Visier. Dass die Pläne jetzt in die Tat umgesetzt werden konnten, liegt auch an einem Investor aus Aschheim-Dornach im Landkreis München. Die Prebag Immobilien 27 GmbH ist Bauherr des neuen Fachmarktzentrums in Goch.

"Das Projekt hat ein Investitionsvolumen von 14,5 Millionen Euro", sagt der Bevollmächtigte der Prebag Holding AG, Gerd Sluiters. Der "Ur-Gocher" hatte 2009 auch schon dafür gesorgt, dass C&A in der Weberstadt angesiedelt wird. Er freue sich, sagt Sluiters, dass mit dem Unternehmen Tiefbau Siebers und der Volksbank an der Niers, die die Kredite für das Unterfangen gewährt, auch zwei lokale Unternehmen beteiligen. Für die Planung sorgt das Architekturbüro Klaus Völling aus Goch.

Und so ließen es sich am gestrigen Dienstag auch Bürgermeister Karl-Heinz Otto oder Carlo Marks nicht nehmen, einmal das weitläufige Gelände – das unter anderem mit recyceltem Bauschutt von der Gocher Kaserne aufgefüllt wurde – zu besichtigen. Während Fressnapf von seinem bisherigen Standort am Höster Weg umzieht, entstehen bei Edeka 55 neue Arbeitsplätze, bei Poco sind es sogar 80.

Was die Kunden bei Fressnapf, Trinkgut und Edeka erwartet, dürfte ihnen klar sein – diese drei Unternehmen sind am unteren Niederrhein schließlich schon lange mit Filialen präsent. Was hingegen Poco bietet, umreißt der Expansionsleiter Jürgen Hildebrandt: "Die Menschen werden ab nächstem Jahr in Goch erleben, dass wir uns deutlich von der Konkurrenz abheben", sagt er. Beim Sortiment "vom Boden bis zur Deckenlampe", bei der Personalstruktur, "obwohl wir ein Discounter sind, können wir sie beraten, die Waren liefern und aufbauen" und bei der Warenverfügbarkeit. "95 Prozent der Waren, die sie bei uns sehen, können sie auch mitnehmen", versichert Jürgen Hildebrandt. Bei dem Rest handele es sich etwa um Küchen oder größere Polstermöbel.

Dass die Offensive des Möbeldiscounters von einigen auch mit Skepsis betrachtet wird, machte eine gemeinschaftliche Eingabe von Gocher Gewerbetreibenden kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres deutlich, das Sondergebiet nicht zuzulassen. Ein Gutachten hatte aber ergeben, dass keine negative städtebauliche Folgewirkungen zu erwarten seien. Ganz im Gegenteil erhofft man sich wohl weitere Kundenzuströme für Goch, vor allem aus dem benachbarten Ausland.

Quelle: RP
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