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Goch/Uedem
"25 Hospizmomente" - Ausstellung im Rathaus

Goch/Uedem. "Abends einschlafen und morgens tot aufwachen", wünschte sich einer der Menschen, die von den Ehrenamtlichen im Ambulanten Hospizdienst der Malteser am Niederrhein Goch-Uedem / Xanten-Sonsbeck betreut werden. Es ist einer der Momente, die besonders in Erinnerung blieben. "Bei den Nachbarn bin ich weich gefallen" ist eine weitere Aussage, die Hospiz-Koordinatorin Martina Zimmer spontan einfällt, wenn sie an die "25 Hospizmomente" denkt. So wurde die Ausstellung überschrieben, die in der kommenden Woche im Foyer des Sonsbecker Rathauses gezeigt wird.

Dabei ist die Terminwahl kein Zufall, denn Samstag, 14. Oktober, ist Welthospiztag. Zudem erhält an diesem Tag Maria Küsters das Bundesverdienstkreuz für ihr Engagement beim Aufbau des Ambulanten Hospizdienstes.

Vor zehn Jahren begann sie aus dem heimischen Wohnzimmer heraus, den Dienst aufzubauen. "Sie erkannte mit einigen Freundinnen den Bedarf und entwickelte aus der Idee, helfen zu wollen, den Ambulanten Hospizdienst der Malteser am Niederrhein", berichtet Martina Zimmer. Noch heute kümmert sich die inzwischen 80-Jährige um die Betreuung von Kranken und Sterbenden sowie deren Familien. Sie hat die Ausbildung der Ehrenamtlichen und deren Fortbildung im Blick, sammelt Spenden. "Sie ist unsere Grande Dame", erklärt Martina Zimmer. Viele Momente des Innehaltens, des Staunens, Trauerns aber auch Lachens hat es in diesen zehn Jahren gegeben. Immer wieder bekommen die rund 66 Ehrenamtlichen zu hören, wie sie diesen Dienst leisten könnten. "Das Thema Sterben wird tabuisiert. Wir möchten mit dieser Ausstellung auch zeigen, dass Sterben zwar traurig ist, aber die Beziehungen bleiben. Der Tote ist für uns nicht verloren", erläutert die Sonsbeckerin.

Es sind 25 Momente, die freigegeben wurden und somit nicht unter die Schweigepflicht fallen. Momente, die zeigen, dass die Hospizarbeit viel mehr ist, "als nur das Schwere, Traurige in unseren Köpfen. Es gibt auch bunte, helle Momente. Augenblicke des Lachens und der Hoffnung auf das Danach, für die Sterbenden wie für die Angehörigen. So wie in dem festgehaltenen Moment des Mannes, der sich nach dem Tod seiner Frau bei aller Trauer von den Nachbarn aufgefangen wusste", so Zimmer.

Die Hospizgruppe besteht aus rund 66 ehrenamtlichen Mitarbeitern unter der Leitung von Petra Bahr-Rüschkamp sowie Martina Zimmer und begleitet Kranke, Sterbende und deren Angehörige.

Weitere Informationen zum Ambulanten Hospizdienst der Malteser am Niederrhein Goch-Uedem / Xanten-Sonsbeck gibt es telefonisch unter den Nummern 02825 53860 und 0151 22603052.

Quelle: RP
 
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