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Goch
293 Gocher Kinder vor dem Schulwechsel

Goch: 293 Gocher Kinder vor dem Schulwechsel
Die einzige weiterführende Schule, an der (wiederholt) keine neuen Schüler angemeldet werden konnten, ist die Hauptschule in Pfalzdorf. Dass sie im kommenden Jahr aufgelöst werden soll, hatte die Politik 2014 beschlossen. FOTO: GOTTFRIED EVERS
Goch. Deutlich weniger Anmeldungen an der Realschule, leichter Rückgang am Gymnasium und an der Hauptschule. Gesamtschule Mittelkreis nach wie vor stark nachgefragt. Bischöfliches Gymnasium Gaesdonck diesmal vierzügig. Von Anja Settnik

Die 293 Kinder, die im Sommer von den Gocher Grundschulen entlassen werden, sind auf die weiterführenden Schulen verteilt. Bis auf drei, die nach Angaben des Schulamts noch nirgendwo angemeldet sind, und eine unbekannte Anzahl eventuell noch zuziehender Kinder (zum Beispiel Flüchtlinge) wissen nun Schulleitungen und Eltern, wie es mit den im Schnitt Zehnjährigen im Sommer weiter geht.

In der Liste ist die Hauptschule Pfalzdorf nicht mehr aufgeführt, denn sie nimmt bereits zum zweiten Mal keine Fünftklässler mehr auf. Im kommenden Jahr - 2017 - soll die auslaufende Schule aufgelöst werden. So hatte es die Politik im Herbst 2014 beschlossen. Deutlich weniger Anmeldungen als noch im Vorjahr haben das städtische Gymnasium und insbesondere die Realschule zu verzeichnen.

Weiterhin zweizügig bleibt die Gustav-Adolf-Hauptschule, die inzwischen auch von Kindern aus Pfalzdorf und von mehr Förderkindern besucht wird. Auch zwei Uedemer (die keine eigene weiterführende Schule mehr haben) und ein Weezer sind angemeldet. 43 Jungen und Mädchen gegenüber 50 im vergangenen Jahr wollen ihre Schullaufbahn an der städtischen Hauptschule fortsetzen. Erfahrungsgemäß rücken bis zum Sommer noch vereinzelte Schüler nach.

Die Realschule nahm im Schuljahr 2015/16 noch 87 Kinder auf, dieses Mal werden es wohl nur 58 sein. Etwas kleiner wird der neue Fünfer-Jahrgang an der nach wie vor sehr beliebten Gesamtschule Mittelkreis, denn die Schule ist inzwischen in die Inklusion eingestiegen (fünfte und sechste Klassen), was es ihr ermöglicht, Klassengrößen zu reduzieren. Klassen, zu denen Förderkinder gehören, dürfen von nicht mehr als 25 Schülern besucht werden. So wird die Gesamtschule Mittelkreis in diesem Jahr 140 Kinder in die Klasse 5 aufnehmen, 94 davon kommen aus Goch. Beworben um einen Platz hatten sich laut Schulleiterin Karin Teetzmann 184. Interessanter als die bloße Zahl: Durch den Umstand, dass inzwischen in der Nachbarschaft mehrere Gesamt- und Sekundarschulen entstanden sind, kommen weniger auswärtige Schüler nach Goch. Allerdings betont Tetzmann, dass wegen des besonderen Schulprofils die Gocher Gesamtschule weiterhin auch von Auswärtigen gewählt werde. Wer natürlich nur den (kürzeren) Schulweg berücksichtige, orientiere sich vielleicht anders.

Mit spürbarem Wettbewerb haben auch die Gymnasien zu tun. Das bischöfliche Gymnasium Gaesdonck nimmt in diesem Jahr insgesamt 101 Kinder in die Eingangs-Jahrgangsstufe auf, davon 41 aus Goch. Im vergangenen Jahr wurden nur 22 Gocher Jungen und Mädchen berücksichtigt. "Wir hatten in diesem Jahr so viele Geschwisterkinder und auch so viele sehr gute Bewerbungen, dass wir uns entschlossen haben, vier fünfte Klassen einzurichten", sagt Schulleiterin Doris Mann. Neben den Gochern kommen 60 Gaesdoncker Fünftklässler aus der näheren (externe und tagesinterne) und weiteren (Internatsschüler) Umgebung.

Das städtische Gymnasium hat zum kommenden Schuljahr 77 im Vergleich zu 90 Anmeldungen im Vorjahr, darunter 52 Kinder aus Goch, 15 aus Weeze und zehn aus Uedem. Daraus lassen sich drei nicht zu große Klassen bilden. Anders als in Gaesdonck gilt am städtischen Gymnasium "G 8".

Noch keine belastbare Aussage lässt sich zur Astrid-Lindgren-Förderschule treffen, zu der jetzt auch die frühere Pestalozzischule gehört: "Da laufen noch die Überprüfungsverfahren. Der Schulrat wird sich mit den Eltern kurzschließen, und erst danach erfahren wir, wer im Sommer zu uns kommt", erklärt Schulleiter Karlheinz Kleingrote. Bekanntlich können die Eltern behinderter Kinder selbst entscheiden, ob sie eine Förder- oder Regelschule auswählen.

Quelle: RP
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