| 19.42 Uhr

Tötungsdelikt in Goch
64-Jähriger soll Lebensgefährtin mit Messerstichen getötet haben

Goch. Ein 64-jähriger Mann hat am Sonntag in Goch offenbar seine Lebensgefährtin (68) getötet. Anschließend soll er versucht haben, sich selbst umzubringen. Der Tatverdächtige wurde festgenommen.

Ein schrecklicher Anblick bot sich der 87-jährigen Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses am Redonplatz, als sie am frühen Sonntagmorgen gegen 6 Uhr auf die Wohnungsklingel reagierte: Auf dem Hausflur stand ihr der blutüberströmte Nachbar mit einem Messer in der Hand gegenüber. Laut Polizei Krefeld teilte der 64-Jährige, der nach Aussagen der Zeugin einen verwirrten Eindruck machte, seiner Nachbarin mit, dass seine Lebensgefährtin tot in seiner Wohnung liege. Daraufhin informierte die 87-Jährige die Polizei, die wenig später vor Ort eintraf und den Mann festnahm. In seiner Wohnung fanden die Beamten die Leiche der 68-jährigen Lebensgefährtin des Nachbarn. Sie wies mehrere Stichwunden auf.

Da seine eigenen Verletzungen laut Karin Kretzer, Sprecherin der Krefelder Polizei, "nicht lebensgefährlich" waren, konnte der Mann noch im Krankenhaus von der Mordkommission Krefeld, die die Ermittlungen übernahm, vernommen werden. "Seine Angaben stimmten mit den Feststellungen am Tatort und den Verletzungen überein", hieß es später in einer Pressemitteilung.

Vermutet wird, dass eine "psychische Erkrankung" des 64-Jährigen bei der Tat eine Rolle gespielt haben könnte. Die eigenen Verletzungen, so wird vermutet, hatte sich der Mann "in suizidaler Absicht" selbst zugefügt. Er wies Stich- und Schnittwunden am Oberkörper und an den Unterarmen auf. Nach seiner Festnahme blieb der Gocher über Nacht im Krankenhaus und wurde bewacht. Sofern sein Zustand es zulässt, wird er heute dem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an.

(miba)