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Goch
Aktion pro Humanität hat Erfolg mit Ein-Dollar-Brillen-Projekt

Goch: Aktion pro Humanität hat Erfolg mit Ein-Dollar-Brillen-Projekt
Ein Augenarzt kommt mit seiner mobilen Praxis regelmäßig ins Projekt.
Goch. Ein Stück Himmel kommt auf die Erde - das klingt ein wenig schwülstig, und doch ist es wahr.

Ein beeindruckendes Projektjahr geht im kleinen Buschkrankenhaus der Aktion pro Humanität im westafrikanischen Benin nun zu Ende - mit einer erneut wunderbaren medizinischen Entwicklung für die ländliche Bevölkerung: Das "Ein-Dollar-Brillen-Projekt" schenkt Jung und Alt die Möglichkeit, wieder gut sehen zu können. Ein Augenarzt kommt mit seiner mobilen Praxis regelmäßig vorbei - allein in den ersten drei Tagen der Aktion wurden mehr als 200 Patienten betreut und mit Sehhilfen ausgestattet.

Die Szenerie vor Ort: Es ist 35 Grad heiß, mehr als 100 Menschen warten am ersten Tag der augenärztlichen Untersuchung vor der Krankenstation. Menschen mit Seh-Problemen. Kleine Kinder, junge und auch ältere Menschen. Der lokale "Land"-Funk hatte via Radio die Meldung verbreitet. Da die Menschen zumeist noch Analphabeten sind, ist das die beste Informationsmöglichkeit. So sitzen und stehen sie nun und warten auf die Untersuchung durch den Augenarzt.

Seine Gerätschaften hat er aufgebaut. Zwei der beninischen Krankenhaus-Mitarbeiterinnen sind vom "Ein-Dollar-Brillen"-Team bereits ausgebildet worden, haben gelernt, wie man die Brillen anpassen muss. Für umgerechnet sechs Euro können die Menschen ihre Brille nun bekommen, individuell auf ihre Sehstärke abgestimmt - möglich zwischen -6 und +6 Dioptrien. Die Brillenmodelle sind modern, in vielen Farben verfügbar, mit leichten Metall-Fassungen und den passenden Gläsern. Peppige Farben für Kinder und junge Menschen sind ebenso möglich wie gold- und silberfarbene oder braune und schwarze Fassungen für die Älteren.

In der Buschlandschaft Benins sind Augenentzündungen und Augeninnendruck-Erhöhungen sehr häufig - oft führen unbehandelte Erkrankungen zur Erblindung. Nun können alle Augenerkrankungen in der Krankenstation der Aktion pro Humanität fachgerecht behandelt werden. Erst im März konnte der Operations-Container installiert werden. Ab 2016 wird das medizinische Team verstärkt durch einen Gynäkologen und Chirurgen - das heißt, dass jeden Tag in der Woche im OP-Contatiner operiert werden wird. Und natürlich werden auch die niederrheinischen Mediziner und Pfleger ihre "Gast-OP-Aufenthalte" fortsetzen. Hoffentlich dann auch mit der sehnlich erhofften Endoskopie, für dessen Anschaffung die Aktion pro Humanität weiter auf seine Spender und Förderer setzt.

Quelle: RP
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