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Goch
Ausschuss stimmt für neuen Supermarkt

Goch: Ausschuss stimmt für neuen Supermarkt
Am 15. März wird der Rat entscheiden, ob es dort, wo derzeit noch die alten Nähr-Engel-Hallen an der Klever Straße stehen, künftig einen Supermarkt geben wird. FOTO: GOTTFRIED EVERS
Goch. Sowohl für den Wohnpark an der Susbrücke, als auch für den Lebensmittelmarkt auf dem Nähr-Engel-Gelände gab der Bau- und Planungsausschuss grünes Licht. Auch wenn letzteres einen Leerstand bei Willert-Klasing bedeuten könnte. Von Michael Baers

Einstimmig wurde in der 7. Sitzung des Bau- und Planungsausschusses dem Bebauungsplan Nr. 70 zugestimmt. An der Klever Straße auf dem Grundstück "Nährengel", nördlich der geplanten Ringschließung, soll ein großflächiger Lebensmittel-Einzelhandelsbetrieb entstehen. Im Vorfeld hatte es Diskussionen gegeben, weil in unmittelbarer Nähe an der Nordstraße/Klever Straße der Gebäudekomplex von Volkhardt Willert-Klasing mit Lidl, Willert-Wolle, dem Bettenlager und Thomas Phillips liegt. Willert-Klasing hatte den Rat gebeten, einen dritten Nahversorger im Umkreis von 200 Metern zu verhindern.

"Wir haben das durch ein Gutachten prüfen lassen. Das hat den Nachweis erbracht, dass die Möglichkeit für einen weiteren Lebensmittelmarkt vorhanden ist", sagte Stadtbaurat Klaus Krantz am Donnerstagabend. "Vorhandene Märkte sollen weder verschoben noch weggenommen werden." IHK und Bezirksregierung haben ebenfalls geprüft und den Weg frei gemacht für einen Markt von knapp 1300 Quadratmetern. "Ein Verkehrsgutachten besagt, dass das geplante Konzept so funktioniere", so Krantz. Auch ein schalltechnisches Gutachten stelle keine Beeinträchtigungen für die angrenzenden Wohngebäude fest. Er bedaure, dass Lidl in das neu geplante Gebäude ziehen wolle und so ein Leerstand bei Willert-Klasing bestehen könne.

Klaus-Dieter Nikutowski (SPD) sagte: "Vielleicht hat der Penny-Markt Interesse, in das Lidl-Gebäude zu ziehen." Da sollten sich die Wirtschaftsförderung, die Stadt und Willert-Klasing zusammensetzen und gemeinsam eine Lösung, eventuell einen neuen Lebensmitteldiscounter, suchen. Walter Meischner von der CDU meinte: "Dass wir jetzt ein Grundstück für unsere Ringschließung bekommen, das ist ein glücklicher Zufall."

Ebenfalls umstritten waren bisher die Pläne für den Bereich Susbrücke/Bahnhofstraße, wo ein Investor einen aus vier Gebäuden bestehenden Wohnpark errichten möchte. Er sei "hochgradig erfreut", dass es sich so entwickelt habe, wie er das erhofft habe, sagte dazu Klaus Krantz. Man habe lange diskutiert und geplant. Dadurch habe man den einen oder anderen angestoßen, auch im Umfeld was zu tun, sagte Krantz. So seien jetzt bei einigen Gebäuden Renovierungen geplant, andere werden abgerissen und neu aufgebaut. Anschließend stimmte der Ausschuss dem Bebauungsplan einstimmig zu.

Zu den weiteren Tagesordnungspunkten gehörte die Vorstellung des Vereins "Gocher Stadtpark für Jung und Alt" von Thomas Claaßen. Man wolle den Park beleben mit Basketballfeld, Beachvolleyballplatz, Sitzecken und Grillplatz. "Er soll wieder zum Treffpunkt für Jung und Alt werden", so Claaßen. Auch Menschen mit Behinderung und Flüchtlinge sollen mit einbezogen werden. Der Verein hat die Idee, dort ein Kleinkunstfestival als Plattform für unbekannte Künstler zu veranstalten. Die Konzertmuschel müsse renoviert werden. Alles soll durch Sponsoren finanziert werden. Claaßen bat die Stadt um Unterstützung, woraufhin Wolfgang Jansen (GO!) vorschlug, gemeinsam mit der Stadt ein Konzept zu erstellen und das bei der nächsten Sitzung vorzustellen.

Quelle: RP
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