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Goch
Bald wieder freie Fahrt in Goch

Goch: Bald wieder freie Fahrt in Goch
Unter der feuchten Luft und dem Laub glitzert der frische Asphalt am Ostring. Nur noch wenige Restarbeiten sind zu erledigen, bevor die Straße wieder komplett frei gegeben werden kann. FOTO: Anja Settnik
Goch. Wer in diesen Tagen stadteinwärts auf dem Gocher Ostring unterwegs ist, wird es bemerken: Auch die noch gesperrte Gegenspur ist asphaltiert, bald dürften beide Fahrtrichtungen frei gegeben werden. Auch Bahnübergänge fast fertig. Von Anja Settnik

Genervte Autofahrer dürften bald wieder entspannter durch Goch fahren, und auch die Anlieger werden aufatmen: Mehrere Baustellen im Gocher Stadtgebiet werden in wenigen Tagen der Vergangenheit angehören. Wie die RP von der Deutschen Bahn erfuhr, sollen Ende dieser Woche die Bahnübergänge in der Innenstadt fertiggestellt werden. Und - gerade für Pendler und auswärtige Besucher ganz wichtig: Der Ostring sieht seiner baulichen Vollendung entgegen. Auch die Stadtverwaltung hat von keiner Verzögerung gehört, so dass mit einer Übergabe beider Fahrspuren noch in diesem Monat zu rechnen ist. Optimisten nehmen sogar "Mitte November" in den Blick.

Seit März dieses Jahres mussten die Gocher und ihre Besucher hinnehmen, dass der stark befahrene Ostring immer nur in einer Fahrtrichtung zu nutzen war. Mancher Autofahrer kreiste hilflos umher, weil er nicht wusste, welche Umleitung für ihn geeignet war. Seit geraumer Zeit war aber klar: Jetzt fehlte nur noch die Asphaltschicht in Fahrtrichtung Innenstadt. Die ist inzwischen aufgebracht, ein Spezialunternehmen kümmert sich jetzt noch um die Ränder und die Fugen. Auch der Radweg - zum Teil asphaltiert, zum Teil gepflastert - ist praktisch fertig und dürfte den Fahrradfahrern Lust auf künftige Touren machen. Von der Kreuzung Süd- / Ostring bis zur Kalkarer Straße dürfte die Fahrbahn nun in sehr gutem Zustand sein, das letzte Stück bis zur Pfalzdorfer Straße - in diesem Bereich ist die Stadt zuständig - bleibt vorerst im alten Zustand. Vermutlich so lange, bis der Ring geschlossen wird. Bekanntlich wird er eines Tages von der Einmündung Pfalzdorfer Straße aus am künftigen Aldi-Markt vorbei Richtung Stadtwerke-Kreisverkehr führen.

An den Bahnübergängen Gartenstraße und Südstraße sichern noch provisorische Schranken den Betrieb. FOTO: Settnik

Dass der Ostring eine umfassende Sanierung nötig hatte, war auch den Anliegern klar. Nicht zuletzt die klappernden Gullydeckel hatten manchen Anwohner arg gestört. Die Regionalniederlassung von Straßen.NRW hatte dem Projekt die größte Priorität eingeräumt, denn Risse und Querschläge waren zahlreich, zudem mussten die Kanalanschlussleitungen erneuert werden.

Eisdielen-Betreiber Massimo Sala, der inzwischen seinen winterlichen Heimaturlaub in Italien begonnen hat, hatte 2017 erhebliche Verluste hinzunehmen, weil sein Geschäft mit dem Auto phasenweise kaum zu erreichen war. Wer die Ostring-Baustelle zu vermeiden suchte, indem er durch die Südstraße fuhr, hatte an dieser vermeintlich guten Idee auch nicht lange Freude: Alle drei innerstädtischen Bahnübergange wurden seit Mai saniert und waren ganz oder teilweise nicht zu nutzen. Aber auch dies hat ein Ende: Ende der Woche sollen sie alle drei wieder für den Verkehr frei gegeben werden. Die Gleisarbeiter können dann ihre 24-Stunden-Schichten wieder aufgeben; monatelang hatten sie die provisorischen Halbschranken für jeden Zug einzeln bedienen müssen. Komfortabel und sicher für Fußgänger: Künftig gibt es eigene Fußgänger-Spuren mit Extra-Schranken. Besonders an der Südstraße war das sehr dringlich, denn die Straße ist eng, sehr unübersichtlich, und nicht zuletzt die Schüler, die dort Richtung Schule oder nach Hause radelten, hatten es sehr gefährlich. Sie und ihre Eltern werden also ebenfalls bald durchatmen können.

FOTO: Anja Settnik
Quelle: RP
 
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