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Goch/Kevelaer
Bessere Versorgung für Notfallpatienten

Goch/Kevelaer: Bessere Versorgung für Notfallpatienten
Freude bei Dr. Peter Enders, Chefarzt Prof. Dr. Stefan Schuster und Oberarzt Dr. Norbert Bayer (v.l.). FOTO: privat
Goch/Kevelaer. Das Katholische Karl-Leisner-Klinikum investiert in modernste Diagnose- und Behandlungstechnik: Aktuell in Betrieb gegangen ist ein neues Herzkatheterlabor im Klever St.-Antonius-Hospital. Ebenfalls im Investitionspaket enthalten sind neue Röntgengeräte an den Standorten Goch und Kevelaer, die dem Klinikum in diesem Bereich "volldigitales" Arbeiten ermöglichen. "Wir machen damit in der kardiologischen Versorgung einen großen Schritt", freut sich Dr. Peter Enders, Hauptgeschäftsführer der Leisner-Trägergesellschaft. Das Herzkatheterlabor ermöglicht die Untersuchung und Behandlung krankhafter Veränderungen am Herzen.

Neueste Technik ermöglicht dem Klinikum nun einfachere Abläufe und damit bessere Diagnose- und Behandlungsergebnisse. So liefert etwa modernste, lasergesteuerte Bildgebung der Herzkranzarterien - die sogenannte "OCT" (optical coherence tomography) - eine Bildauflösung von wenigen tausendstel Millimetern, wodurch noch komplexere Eingriffe an den Herzkranzarterien möglich werden. "Die OCT ist ein lasergestützes, optisches Verfahren, das uns wegen der extrem guten räumlichen Auflösung Koronarinterventionen ermöglicht, die wir bisher nicht durchführen konnten", so Professor Dr. Stefan Schuster, Chefarzt der Medizinischen Klinik II/Kardiologie am St.-Antonius-Hospital.

Auch zur Blutdruckmessung in den Herzkranzarterien wird modernste Technologie eingesetzt: Die "FFR-Messung" (fractional flow reserve) liefert vor allem langfristig bessere Untersuchungsergebnisse und führt zu besseren Resultaten bei der Stent-Implantation.

"In den neuen Räumen ist auch die Versorgung von Notfällen wie etwa Herzinfarkten besser und effizienter möglich", so Professor Schuster. "Die Überwachungsbettplätze sind wie eine Intensivstation mit einem Monitoringsystem ausgestattet."

Von dem technischen Quantensprung profitieren ganz besonders Herzinfarkt-Patienten. Im Rahmen des "Herzinfarkt-Netzwerkes-Niederrhein" werden in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst des Kreises Kleve alle Infarkt-Patienten der Region sofort im Herzkatheter-Labor des Klinikums versorgt - rund um die Uhr.

"Mit der verbesserten Versorgung steigen die Überlebenschancen weiter", so Professor Schuster. Das neue Herzkatheterlabor ist Teil eines 3,5 Millionen Euro umfassenden Investitionspaketes modernster Diagnose- und Behandlungstechnik, mit dem das Klinikum die medizinische Versorgungsqualität im Kreis Kleve bis zum Jahr 2016 nachhaltig verbessert. Im Januar 2015 hat das Klinikum eine neue Durchleuchtungsanlage am Standort Kleve in Betrieb genommen, im April folgte ein neuer 128-Zeilen-Tomograph im Kevelaerer Marienhospital.

Ein neuer Magnetresonanztomograph (MRT), der am Standort Kleve installiert wird, ist ein weiterer Baustein des Investitionspaketes. Das MRT der neuesten Generation hat eine besonders große Öffnung. Damit können auch Kinder, Patienten mit Platzangst oder stark übergewichtige Patienten bei hoher Bildqualität untersucht werden.

Quelle: RP
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