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Goch
Bischof Kräutler zu Gast in Kevelaer

Goch. Der Nobelpreisträger spricht am 27. November über die Zukunft der Kirche.

Auf Einladung des katholischen Bildungswerks Kleve ist der Träger des alternativen Nobelpreises, Bischof Erwin Kräutler, am 27. November zu Gast in Kevelaer und bezieht Stellung zur Zukunft der Kirche. Der Vortrag findet ab 19.30 Uhr im Priesterhaus statt.

Seit mehr als 50 Jahren weiß sich Bischof Kräutler in seiner pastoralen Arbeit der "Option für die Armen" verpflichtet und kämpft im brasilianischen Amazonas-Gebiet für die Rechte der Indios und für die Bewahrung der Schöpfung. Bereits wenige Monate nach Abschluss seines Theologie- und Philosophiestudiums zog es den gebürtigen Österreicher 1965 nach Brasilien, wo er zunächst als Wandermissionar am Unteren Xingu und Amazonas wirkte und dann 1980 zum Bischof der flächenmäßig größten brasilianischen Diözese Xingu ernannt wurde.

Sein Anliegen ist es, politische, soziale und wirtschaftliche Missstände aufzudecken, an der Seite der Indios gegen die Ausbeutung von Mensch und Natur zu kämpfen und mit ihnen die Ausbeuter anzuklagen - ein Leben im Fadenkreuz der Gewalt: Schwer verletzt überlebte Erwin Kräutler 1987 einen als Autounfall inszenierten Mordanschlag, sein Engagement in der Mordsache Dorothy Strang, einer Umweltaktivistin und Ordensschwester, und sein Widerstand gegen das Staudammprojekt Belo Monte zogen Morddrohungen nach sich.

Ein Leben unter Polizeischutz war die Folge. Für seinen Kampf gegen die Armut und sein umweltpolitisches Engagement wurde Bischof Kräutler 2010 mit dem alternativen Nobelpreis (Right Livelihood Award) ausgezeichnet. Zweimal stand Kräutler als Präsident dem Indianermissionsrat (CIMI) vor, der der brasilianischen Bischofskonferenz angeschlossen ist. Er war mehrfach Delegierter der Brasilianischen Bischofskonferenz und Mitglied der Bischöflichen Pastoralkommission.

Anmeldungen werden im Priesterhaus in Kevelaer (Telefon: 02832 93380) oder beim katholischen Bildungswerk Kleve (Telefon 02821 721525, E-Mail: kbw-kleve@bistum-muenster.de) entgegengenommen. Der Eintritt ist frei, am Ende des Abends wird um eine Spende für die Arbeit gebeten.

Quelle: RP
 
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